Nach einem Auftritt mit viel Kontrolle und reifer Disziplin blickte Marco Roser auf das Duell seiner SPG Pregarten 1b mit der Union Baumgartenberg in der 1. Klasse Nord-Ost zurück. Der Trainer lobte Kompaktheit und Umschaltmomente, mahnte jedoch mehr Konsequenz im Abschluss ein. Trotz mehrerer Ausfälle trat seine Mannschaft gefestigt auf: Der Altersdurchschnitt lag bei neunzehn Jahren, zwei Akteure feierten ihr Debüt im Kampfmannschaftsbereich. Rosers Fazit: ein starkes Kollektiv, viel Geduld und Konsequenz – mit dem klaren Anspruch, die Effizienz zeitnah zu schärfen.
Das 3:0 gehe völlig in Ordnung, es hätte sogar höher ausfallen können, ordnete Roser den Abend ein. Seine Elf erspielte sich fünf hundertprozentige Möglichkeiten, verpasste es aber in der ersten Halbzeit, früh den Deckel draufzumachen. Defensiv ließ Pregarten 1b nur eine echte Torchance zu und stand über 90 Minuten äußerst kompakt. Zwar verbuchte Baumgartenberg zu Beginn etwas mehr Ballbesitz, zwingend wurde der Gegner jedoch nicht – Pregarten lauerte erfolgreich auf Umschaltmomente und hatte insgesamt deutlich mehr vom Spiel. Die Führung besorgte Fabio Himmelbauer in der 43. Minute (1:0). Moritz Grabner erhöhte in Minute 87 auf 2:0, ehe Julian Holzweber in der 92. Minute mit dem 3:0 den Schlusspunkt setzte – späte Belohnungen für ein über weite Strecken kontrolliertes, geduldiges Spiel.
Besonders hob Roser das Miteinander hervor. Er musste erneut auf mehrere Stammspieler verzichten, der Altersdurchschnitt lag bei neunzehn Jahren, zudem standen zwei Spieler erstmals im Kampfmannschaftsbereich auf dem Platz. Entsprechend war es eine geschlossene, reife Mannschaftsleistung, ohne dass er jemanden herausheben wollte. Die Balance stimmte: hohe Laufbereitschaft, eine saubere Restverteidigung und zielgerichtete Nadelstiche nach Ballgewinnen – Baumgartenberg fand über 90 Minuten nur selten den Weg in gefährliche Räume.
In seiner Bewertung der jüngsten Entwicklung betonte Roser, Verbesserungspotenzial sehe er vor allem in der Chancenauswertung. Was die Mannschaft in den vergangenen drei Wochen umgesetzt habe, sei nahezu fehlerfrei gewesen: taktisch diszipliniert und im Umschalten zielstrebig. Als Nächstes wartet noch ein Team aus dem unteren Tabellenmittelfeld, danach folgen die Topteams – und die, so Roser, wolle man „definitiv ärgern“. Für Baumgartenberg fand er anerkennende Worte: Der Gegner habe im Aufbau einen klaren Plan verfolgt, biss sich aber an Pregartens kompaktem, tiefem Verteidigen die Zähne aus und agierte im letzten Drittel mit vielen hohen Bällen. Personell zeigte sich Roser verhalten optimistisch: Zwei Akteure sollen am Samstag zurückkehren, bei den übrigen Ausfällen entscheidet sich der Einsatz von Woche zu Woche; zwei Verletzungen sind schwerwiegender. Zugleich verfüge er über gute junge Spieler, die die Lücken sehr ordentlich schließen.