In der 1. Klasse Nord-Ost trennten sich die TSU SCRIMO Wartberg / A. und Union Agora Königswiesen mit 1:1. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Benedikt Brunner die Hausherren nach der Pause in Front, Borislav Simic glich später aus. Trainer Dominik Grössling sprach von einem „sehr ausgeglichenen Spiel mit Vorteilen für Königswiesen“, lobte die Disziplin seiner Mannschaft gegen den Ball und ihr Konterspiel – genau daraus fiel auch die Führung. „Wir haben uns das mit einer kämpferischen Leistung verdient“, so Grössling, der zugleich den Tabellenführer für seine Qualität anerkannte.

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Die Partie der 20. Runde begann abwartend, zur Pause stand es 0:0. Wartberg hielt kompakt, lauerte auf Umschaltmomente und legte damit den Plan offen, den Trainer Dominik Grössling beschrieb: „Wir haben versucht, unser Spiel über Konter auszuführen.“ Nach dem Seitenwechsel griff genau das: In Minute 51 lief Benedikt Brunner durch, zog mit Tempo an und stellte auf 1:0. „Benedikt hat eine super Einzelaktion mit unglaublichem Tempo hingelegt – ein schönes Tor“, sagte Grössling. Königswiesen blieb jedoch das aktivere Team und drückte mit Standards. „Ihre Eckbälle waren sehr gut, daher kam auch der verdiente Ausgleich“, so der Wartberg-Coach zum 1:1 durch Borislav Simic in der 70. Minute. Einen klaren Knackpunkt sah er nicht: „Es war sehr ausgeglichen, mit Vorteilen für Königswiesen.“
Wartbergs Fundament war die Arbeit gegen den Ball. „Einfach die Disziplin gegen den Ball“, hob Grössling hervor. „Da hatten wir in den letzten Spielen Probleme, das haben wir mit Schönau dann in den Griff bekommen. Die Defensivarbeit war sehr gut, das Umschaltspiel war gut.“ Aus dieser Ordnung hat Wartberg „eigentlich alles gut weg verteidigt“, weshalb es „keine hundertprozentigen Chancen“ für den Gegner gab. Individuelle Klasse setzte die Akzente nach vorn – allen voran Brunner beim 1:0. Besonders ans Herz legte Grössling aber einen ganz Jungen: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und vor allem auf Tobias Rammer, der mit fünfzehn Jahren eine Topleistung gezeigt hat.“ Gleichzeitig blieb der Coach selbstkritisch: „In gewissen Umschaltmomenten waren wir zu hastig, mit Ballannahme und Passqualität hatten wir ein paar Fehler drinnen.“
Dass der Punkt gegen den Tabellenführer kein Zufall war, lag auch an der klaren Spielidee. Trotzdem verteilte Grössling viel Anerkennung an Königswiesen: „Sie haben unglaubliche Qualität und kommen mit Druck und Tempo über die Seiten. Vorn haben sie zwei Topstürmer.“ Aus Wartberger Sicht fehlte letztlich die Ruhe im letzten Pass, um den Konter konsequent fertig zuspielen: „Wir haben nicht immer die richtige Entscheidung im Fertigspielen getroffen.“
Am Ende blieb es beim 1:1 – Königswiesen behauptet damit die Spitze, Wartberg hält als Fünfter den Anschluss an die obere Gruppe. Diskussionen neben dem Rasen gab es nicht: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung“, betonte Grössling. Sein Fazit passt zum Auftritt seiner Mannschaft: kompakt stehen, sauber umschalten – und die technischen Details weiter schärfen. Er freut sich nun auf die nächsten Aufgaben und einen starken Gegner aus Tragwein.