Spielberichte

Roland Ulrich (SV Guschlbauer Waizenkirchen): „Kämpferisch, fair – und am Ende ein 2:1!“

SV Waizenkirchen
TSV St. Marienkirchen

Ein intensiver Abend prägte das Duell zwischen dem SV Guschlbauer Waizenkirchen und dem TSV St. Marienkirchen/Schärding in der 1. Klasse Nord-West. Trainer Roland Ulrich ordnete die Partie als kraftzehrenden Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten ein, lobte Atmosphäre, Fairness und Intensität. Er sprach offen über die entscheidenden Momente, die Rolle der Standards, starke Einzelleistungen – und die Belastungen durch Verletzungen. Am Ende jubelte Waizenkirchen über ein 2:1; im Vordergrund blieb der besondere Charakter dieses Duells.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von fünf Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Nadelstiche und das 1:0 als Ruhepunkt

Waizenkirchen startete mit Schwung: Bereits in der zweiten Minute tauchte David Stockinger frei vor dem Tor auf – eine hundertprozentige Chance blieb ungenutzt. In den ersten zehn Minuten drückten die Gastgeber, danach kam St. Marienkirchen besser ins Spiel. Um die 15. Minute retteten die Hausherren in höchster Not, als ein Defensivspieler auf der Linie klärte. Der Lohn der beherzten Anfangsphase folgte in der 31. Minute: Moritz Wolfsteiner traf mit einem satten Distanzschuss aus rund 25 Metern zum 1:0, nachdem Makszim Perevuznik den Ball klug vorbereitet hatte. Das Spiel blieb offen, doch Waizenkirchen nahm die knappe Führung mit in die Pause.

Standards als Schlüssel – und als Baustelle

Nach dem Seitenwechsel drückte St. Marienkirchen phasenweise, dennoch setzte Waizenkirchen den nächsten Stich: In der 66. Minute erhöhte Makszim Perevuznik auf 2:0 – der Treffer resultierte aus einer einstudierten Standardsituation, die konsequent bis zum Abschluss durchgespielt wurde. Die Gäste antworteten prompt: Bence Kalmar verkürzte in der 69. Minute auf 2:1. Bis zum Schluss blieb es hochspannend, mit weiteren hochkarätigen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Ulrichs Fazit zu ruhenden Bällen fiel zweigeteilt aus: Aus eigenen Standards mache man noch zu selten Tore, zugleich kassiere man zu viele – „das müssen wir verbessern“.

Herausragende Akteure, fairer Rahmen – und Sorgen im Kader

Bei den Einzelleistungen hob Ulrich drei Waizenkirchner hervor: Torhüter Balint Maruszki avancierte mit mehreren starken Paraden zum Rückhalt seiner Elf; im Zentrum überzeugte Manuel Reiter mit Zweikampfstärke und Offensivimpulsen; in der Innenverteidigung räumte Bence Koronczi kompromisslos ab – gerade gegen den robusten Mittelstürmer der Gäste. Auch das Drumherum passte: Der Schiedsrichter leitete die Partie aus Ulrichs Sicht souverän, vielleicht mit ein, zwei Gelben Karten zu wenig, insgesamt aber ruhig und ohne große Diskussionen.

Gedämpft wurde die Freude durch Personalprobleme: „Wir haben momentan ein bisschen personelle Schwierigkeiten – Sperren, Blessuren, und leider hat sich Fabian Auinger im Spiel verletzt. Er könnte länger ausfallen“, so der Coach. Bei einem kleinen Kader fällt es schwer, Woche für Woche eine eingespielte Elf zu formen; manche Akteure gehen angeschlagen in die Partien. Entsprechend will Waizenkirchen das Trainingspensum kurzfristig anpassen, um das Risiko weiterer Ausfälle zu reduzieren.

1. Klasse Nord-West: Waizenkirchen : TSV St. Marienkirchen - 2:1 (1:0)

  • 69
    Bence Kalmar 2:1
  • 66
    Makszim Perevuznik 2:0
  • 31
    Moritz Wolfsteiner 1:0