Nach dem Auswärtsspiel von Union Steinbrunn Schardenberg bei Union Wesenufer ordnete Maximilian Ammerl die Lage ein. Der Trainer sprach von einer ersten Hälfte ohne Intensität und einer zweiten, in der seine Elf zwar auf ein Tor drängte, in den entscheidenden Momenten aber falsche Entscheidungen traf. In der 1. Klasse Nord-West stand für Schardenberg am Ende eine 0:3-Niederlage, die er der Höhe nach akzeptierte – und zugleich als Impuls, vor drei anstehenden Derbys die Trainingsintensität und Qualität spürbar zu erhöhen.

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Ammerl zeichnete ein deutliches Bild vom Verlauf: „Unterm Strich haben wir in der ersten Halbzeit keinerlei Intensität in unser Spiel gebracht und es dem Gegner sehr leicht gemacht, zu Torchancen zu kommen. In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt und auf ein Tor gedrängt, aber häufig die falsche Entscheidung getroffen – unterm Strich geht die Niederlage in der Höhe so in Ordnung.“ Früh geriet Schardenberg ins Hintertreffen: In der 10. Minute stellte Gabriel Mühlböck aus Schardenberger Sicht auf 0:1. In der 32. Minute erhöhte Pavel Hajek auf 0:2 – ein Treffer, der den ohnehin stockenden Aufbau zusätzlich hemmte. Der Pausenstand von 0:2 stand bezeichnend für eine Hälfte, in der Ammerls Team nach eigener Einschätzung weder Intensität noch Konsequenz auf den Platz brachte.
Aus der Kabine kam Schardenberg mit sichtbarer Korrektur der Abläufe. „In der zweiten Halbzeit hatten wir gute Torchancen“, bilanzierte Ammerl, „aber entweder war die letzte Entscheidung die falsche oder der Abschluss nicht zwingend genug.“ Nach seinem Eindruck war der Ballbesitz vor der Pause ausgeglichen, danach bestimmte Schardenberg weite Strecken – ohne sich zu belohnen. Genau in diese Drangphase hinein setzte Wesenufer den entscheidenden Nadelstich: Arbenit Thaqi traf in der 70. Minute zum 0:3 und machte alle Aufholambitionen zunichte. So stand eine engagierte zweite Hälfte am Ende ohne Ertrag da, weil im letzten Drittel Präzision und Kaltschnäuzigkeit fehlten.
Auf die Frage nach prägenden Momenten bei ruhenden Bällen blieb Ammerls Fazit knapp: „Da gab’s eigentlich nichts Besonderes.“ Auch in der Bewertung der Zweikampfführung hielt er fest, dass es keine entscheidenden Diskussionen gab: „Weder auf Wesenufer-Seite noch auf unserer Seite gab es fragwürdige Entscheidungen.“ Das Spiel war damit aus seiner Sicht nicht von Grenzsituationen, sondern von der eigenen Performance geprägt – vor allem von der Diskrepanz zwischen einer flachen ersten Hälfte und einer engagierten, aber unvollendeten zweiten.
Den Fokus richtet Ammerl nun nach vorne: „Die Niederlage kommt für uns zur richtigen Zeit. Jetzt erwarten uns drei Derbys. Wichtig wird sein, unter der Woche hart zu arbeiten, gute Intensität ins Training zu bringen und die Qualität im Spiel deutlich anzuheben, um schnell in die Erfolgsspur zurückzukehren.“