In der 1. Klasse Nord-West trafen der UFC Haibach ob der Donau und der SV Guschlbauer Waizenkirchen aufeinander. Im Mittelpunkt standen Haltung und Plan von Roland Ulrich: tief stehen, kompakt verteidigen, zielstrebig umschalten – in einem intensiven, aber fair geführten Spiel, das Waizenkirchen mit klarer Struktur prägte. Der Trainer betonte die defensive Reife, das saubere Konterspiel und ein ruhiges Umfeld auf und neben dem Platz – mit spürbarem Stolz auf eine Mannschaft, die ihre Marschroute diszipliniert durchzog.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Ulrich sprach von einem harten, intensiven Duell, in dem Haibach viel Ballbesitz hatte und seine Qualitäten in kurzen Passstafetten zeigte, während Waizenkirchen bewusst auf Umschaltmomente setzte. Früh musste sich seine Elf strecken: In der 4. Minute hatten die Hausherren eine große Chance, die ein Innenverteidiger mit starkem Einsatz vereitelte – aus Sicht des Trainers die beste Möglichkeit der Gastgeber im gesamten Spiel. Um die 28. Minute blieb ein Elfmeterpfiff nach Foul an Granit Berisha aus; Ulrich wertete die Szene als sehr strittig. Kurz darauf scheiterte David Stockinger im Eins-gegen-eins am Torhüter. Kurz vor der Pause fiel die Führung: In der 39. Minute verwertete Makszim Perevuznik eine präzise Flanke von David Stockinger per Kopf zum 1:0. Der Treffer passte nahtlos zur gewählten Herangehensweise – konsequent, zielgerichtet, aus einer kompakten Ordnung heraus.
Nach dem Seitenwechsel rückte die Defensivarbeit noch stärker in den Vordergrund. Ulrich fasste zusammen: „In der zweiten Halbzeit war es viel Defensivarbeit. Wir haben sehr kompakt verteidigt – und das richtig gut.“ Haibach drückte, Waizenkirchen blieb gefährlich, wenn sich Räume öffneten: Drei bis vier Kontergelegenheiten entstanden, die mit etwas mehr Genauigkeit oder Glück noch gefährlicher hätten werden können. In der 90. Minute bot sich die große Chance zur Entscheidung, als Benedek Jaczko allein vor dem Torwart auftauchte und vergab. Standards spielten laut Ulrich keine Rolle: „Die Standards waren in diesem Spiel überhaupt nicht gefährlich.“ Auch bei der Spielleitung überwog seine Anerkennung: Das Gespann lieferte aus seiner Sicht eine gute Leistung ab; die strittige Szene um den möglichen Strafstoß stufte er als schwere Entscheidung ein.
Die Atmosphäre blieb über die gesamte Distanz ruhig und fair – oder wie Ulrich es zusammenfasste: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass wir defensiv so gut gestanden haben und zu Null spielen konnten. Haibach hat ein sehr gute Mannschaft und sie spielen einen richtig guten Fussball. Ich finde, dass nach Münzkirchen Haibach die zweitbeste Mannschaft in unserer Liga ist."
Personell hob der Trainer besonders einen Akteur hervor: „Bence Koronczi hat bei uns wieder eine sehr gute Leistung gezeigt, hinten alles organisiert und stark mitgespielt.“ Außerdem betonte er die aktuelle Offensivform seines Stürmers, der in den letzten zwei Partien zwei Treffer und eine Vorlage beigesteuert hat – ein weiterer Baustein für das wachsende Selbstvertrauen. Für strahlende Gesichter sorgte auch ein Premierenmoment: Ein fünfzehnjähriger Debütant aus dem eigenen Nachwuchs bestritt sein erstes Spiel in der Kampfmannschaft. Für die nächsten Wochen formulierte Ulrich einen klaren Plan: „Wir müssen einfach weiterkämpfen und weiterlaufen.“
Die jüngste Ausbeute untermauert die Richtung: „In den letzten drei Runden haben wir sieben Punkte geholt und das war sehr, sehr wichtig für unsere Situation.“ Gleichzeitig bleibt die Kadersituation ein Thema: „Wir haben ein bisschen zu große personelle Probleme. Ich hoffe, es kommen einige Spieler zurück, dann können wir mit einem breiteren Kader weiterspielen.“