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Markus Hinterleitner (Trainer UFC Haibach ob der Donau): 'Uns fehlte die letzte Entschlossenheit'

Union Raab
UFC Haibach

Im Duell der 1. Klasse Nord-West setzte sich Union Kogler-Dach Raab mit 3:1 gegen UFC Haibach ob der Donau durch. Nach 1:1 zur Pause entschieden zwei Treffer nach dem Seitenwechsel die Partie. Haibach-Trainer Markus Hinterleitner sprach von einem „abseitsverdächtigen“ 2:1 und einem vergebenen Elfmeter beim Rückstand – am Ende lobte er aber vor allem den größeren Willen der Raaber und haderte mit der fehlenden Entschlossenheit seiner Mannschaft.

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

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Raab legt vor, Haibach gleicht aus – nach der Pause fällt die Entscheidung

Von Beginn weg sah Markus Hinterleitner ein aktiveres Heimteam: „Raab war von Anfang an aktiver, hat versucht, das Spiel zu machen.“ Seine Elf musste zuerst „kontrollieren“ und sich sammeln. In der 34. Minute nutzte Union die erste Lücke: Jakub Mares stellte auf 1:0. Haibach blieb aber dran und kam kurz vor dem Halbzeitpfiff zurück – Stephan Rathmayr traf in Minute 45 zum 1:1, mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren wieder zu. In der 64. Minute traf abermals Mares zum 2:1, „sehr abseitsverdächtig“, wie Hinterleitner es vom Spielfeldrand wahrnahm. Kurz darauf bot sich Haibach die große Chance: „Bei 1:2 haben wir einen Elfer vergeben. Wenn wir den machen, kommen wir vielleicht wieder in die Partie“, äußert sich der Coach. Stattdessen fiel – so seine Schilderung – das 3:1 durch Jan Vejvar (70.). Spätestens da war der Heimsieg auf Schiene.

„Raab hatte mehr Siegeswillen“ – Haibachs Trainer wird deutlich

Warum es am Ende nicht reichte, erklärte Hinterleitner ohne Ausflüchte. „Wir wollten eigentlich wieder spielbestimmend sein, sind aber leider nicht ins Spiel gekommen.“ In seinen Augen hapert es derzeit an Details: „Die Kleinigkeiten, die Feinabstimmung, der letzte Pass funktioniert gerade nicht, darum ist eine Verunsicherung in der Mannschaft spürbar.“ Dem stellte er die Stärken der Raaber gegenüber: „Sie haben mehr Siegeswillen an den Tag gelegt, Abschlüsse gemacht, defensiv sehr kompakt gestanden und ihre Chancen im Umschaltspiel gesucht. Mit den Legionären, die Qualität haben, haben sie ihren Erfolg gefunden.“ Das 2:1 bezeichnete er als „sehr abseitsverdächtig“, den Strafstoß für seine Elf als gerechtfertigt – „vielleicht hätte man Gelb geben können“ für den Tormann. Grundsätzlich wolle er Schiedsrichterentscheidungen „nicht kommentieren“, die insgesamt „eher harte Spielweise“ sei auf beiden Seiten ähnlich gewesen.

Tabellenbild und Ausblick: Haibach sucht den letzten Punch

Mit dem 3:1 nimmt Raab wichtige Zähler mit. Laut aktueller Tabelle steht Union Raab nach 19 Runden bei 17 Punkten auf Rang 14, Haibach hält als Sechster bei 27 Zählern. Für Markus Hinterleitner geht der Blick nach vorne – mit klarer Aufgabenliste. „Uns hat heute die letzte Entschlossenheit gefehlt“, sagte er. „Wir müssen wieder ins Spiel kommen und die einfachen Dinge sauber fertigspielen.“ Positiv verbucht der Trainer, dass seine Mannschaft trotz schwieriger Phase ihre Momente hatte – der vergebene Elfer zeigt, wie wenig manchmal fehlt. 

1. Klasse Nord-West: Union Raab : Haibach - 3:1 (1:1)

  • 70
    Jan Vejvar 3:1
  • 64
    Jakub Mares 2:1
  • 45
    Stephan Rathmayr 1:1
  • 34
    Jakub Mares 1:0