Runde 20 der 1. Klasse Nord-West brachte für Union Steinbrunn Schardenberg ein bitteres 0:2 gegen SPG St. Roman/Esternberg 1b. Nach torloser erster Hälfte fielen die entscheidenden Treffer erst nach der Pause: Miroslav Vrhel stellte in Minute 67 auf 0:1, Moritz Kittl legte kurz darauf zum Endstand nach. Trainer Maximilian Ammerl sprach von einer ordentlichen Leistung, aber fehlender Entschlossenheit im letzten Drittel – und von einem Gegner, der seine wenigen Möglichkeiten „eiskalt“ verwertete.

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Schardenberg legte vor eigenem Publikum mutig los und hatte früh den Fuß am Gaspedal. „Wir sind grundsätzlich gut in das Spiel reingekommen, haben in der zweiten Minute schon eine hundertprozentige Torchance gehabt“, schilderte Trainer Maximilian Ammerl den Auftakt. Das war kein Strohfeuer: Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte erspielte sich seine Mannschaft drei weitere gute Gelegenheiten. „Wir haben uns lange nicht belohnt“, passte zur ersten Hälfte, denn der Ball wollte einfach nicht über die Linie. So stand zur Pause ein 0:0, das aus Sicht der Gastgeber nach deutlich mehr roch, als der Zwischenstand hergab.
Genau daran knüpfte Ammerl an, als er die fehlende Präzision im letzten Drittel benannte: „Uns hat die letzte Durchschlagskraft gefehlt, vor dem Tor ebenso wie beim letzten Pass, da einfach die richtige Entscheidung zu treffen.“
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie in einer Szene, die den Schardenbergern besonders weh tat. „Nach einem eigenen Freistoß sind wir in einen Konter gelaufen“, fasste Ammerl den Knackpunkt zusammen. Die Absicherung griff nicht wie geplant: „Nach einem eigenen Freistoß haben wir die Konterabsicherung nicht gut genug hinbekommen.“ Die Gäste nützten das eiskalt und gingen in Minute 67 durch Miroslav Vrhel mit 0:1 in Front. Nur fünf Minuten später legte Moritz Kittl nach und stellte auf 0:2 (72.).
In dieser Phase zeigte sich der Unterschied an diesem Nachmittag in aller Klarheit. „Der Gegner hatte in der zweiten Halbzeit zwei Torschüsse und hat daraus zwei Tore erzielt“, sagte Ammerl nüchtern. Seine Schlussfolgerung fiel ebenso klar aus: „Weil es der Gegner geschafft hat, effizienter zu spielen und die Torchancen eiskalt zu nutzen.“ Schardenberg versuchte zu antworten, blieb aber trotz Aufwand ohne Ertrag.
Bei aller Enttäuschung nahm der Schardenberg-Coach auch Positives mit. Auf Nachfrage zur Spielleitung kam ein klares Kompliment: „Der Schiedsrichter hat ein super Spiel gemacht.“
Inhaltlich blieb Ammerl ansonsten bei seiner Linie und legte den Finger in die Wunde des Tages. Schon zuvor hatte er bemängelt, dass seinem Team die letzte Durchschlagskraft und beim letzten Pass die richtige Entscheidung gefehlt habe – eine ehrliche Analyse, die zum gesamten Spielverlauf passte: viel Kontrolle, viele ordentliche Ansätze, aber zu wenig Zählbares. Genau daran will Schardenberg nun arbeiten. Mehr Konsequenz im Abschluss, mehr Ruhe im entscheidenden Moment und eine stabilere Absicherung nach eigenen Standards – das sind die Hebel, damit die Leistung aus der ersten Halbzeit bald wieder mit Punkten belohnt wird.