In der 1. Klasse Nord-West zog der UFC St. Agatha bei der SPG St. Roman/Esternberg 1b mit 0:2 den Kürzeren. Matchwinner war Doppel-Torschütze Moritz Kittl, der in Minute 20 und 67 traf, zur Pause stand es 1:0. Aus Sicht der Gäste war es ein gebrauchter Nachmittag. Sportchef Kurt Würzl sprach von einer klaren Heim-Überlegenheit, einem strittigen Elfermoment früh im Spiel – und forderte von seiner Mannschaft unmissverständlich eine Reaktion.

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Die Partie nahm rasch Fahrt auf – und zwar in Richtung Tor von St. Agatha. „Sankt Roman hatte von Anfang an mehr vom Spiel und die klareren Möglichkeiten. Zur Pause hätten sie auch 3:0 führen können“, sagte Kurt Würzl rückblickend. Besonders hängengeblieben ist bei ihm eine Szene in der 18. Minute: „Paul Baschinger konnte im Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden. Für mich ein klarer Elfer, aber der Schiedsrichter entschied auf Schwalbe und Gelb. Das war eine Fehlentscheidung.“ Kurz darauf, zwei Minuten später, fiel dann die Führung: Moritz Kittl stellte in der 20. Minute auf 1:0 – verdient, wie Würzl zugab. Bis zum Pausenpfiff blieb St. Roman/Esternberg 1b das aktivere Team, und das 1:0 zur Halbzeit ging damit völlig in Ordnung. Nach Wiederbeginn änderte sich wenig am Bild: Die Hausherren blieben am Drücker, St. Agatha fand zu selten in die Tiefe – und in Minute 67 legte erneut Kittl nach und machte mit dem 2:0 den Deckel drauf.
Warum es für seine Elf kaum Entlastung gab, erklärte Würzl offen – und sparte nicht mit Selbstkritik: „An diesem Spieltag war alles zu wenig: Einstellung, Kampfgeist, Wille – spielerisch Zweite-Klasse-Niveau. Wenn du in der ersten Klasse nicht auf Höhe bist, machst du keine Punkte.“ Auch fußballerisch blieb vieles Stückwerk: „Es waren nur hohe Bälle Richtung Sechzehner. So kann man nicht auftreten. Auch wenn 2 unserer Leistungsträger (Mahringer,Dieplinger) aufgrund Verletztungen nicht spielen konnten, muss das im Kollektiv besser funktionieren" Chancen gab es dennoch: „In der ersten Halbzeit hatten wir zwei gute Möglichkeiten durch Paul Baschinger, die wir nicht nutzen konnten.“ Beim 1:0 zollte er dem Gegner Respekt („über rechts gut herausgespielt, stark abgeschlossen“), das 2:0 ordnete er einem Fauxpas seiner Hintermannschaft zu: „Ein Pass in die falsche Zone, dann läuft der Spieler durch, flankt – und der Stürmer schließt gekonnt ab.“ Zur Schiedsrichter-Leistung sagte er differenziert: „Bis auf die eine klare Fehlentscheidung hat der Schiedsrichter das ganz gut gemacht.“ Ein Sonderlob verteilte Würzl an seinen Keeper: „Unser Tormann Daniel Gahleitner bringt seit Wochen herausragende Leistungen. Ohne Daniel wäre dieses Spiel höher ausgefallen.“
Der Blick auf die Tabelle unterstreicht, wie eng es zugeht: St. Agatha hält nach 19 Runden bei 23 Punkten und rangiert auf Platz zehn, St. Roman/Esternberg 1b schob sich mit nun 21 Zählern direkt dahinter. „In unserer Liga ist es egal, ob du gegen den Zweiten oder gegen den Letzten spielst. Die Liga ist sehr ausgeglichen“, betonte Würzl. Nach starkem Rückrundenstart mit zehn Punkten aus vier Spielen sei zuletzt „viel, viel zu wenig“ gekommen – das müsse sich schnell ändern. Die nächste Chance bietet der Derby-Kracher gegen den Tabellenachten SV Waizenkirchen am Sonntag zu Hause. Würzls Ansage ist klar: „Wir müssen uns deutlich steigern, sonst wird das Ganze sehr, sehr schwierig.“