Spielberichte

Rene Dobetsberger (Obmann-Stv. Union Wesenufer): „Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt“

SV Taufkirchen/Pram
Union Wesenufer

In der 19. Runde der 1. Klasse Nord-West setzte sich der SV Waizenauer Taufkirchen an der Pram zu Hause mit 2:1 gegen die Union Wesenufer durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte fiel die Entscheidung erst spät. Aus Sicht der Gäste war es ein enges Spiel, in dem Taufkirchen den besseren Start erwischte. „Es war von Beginn an sehr eng. Taufkirchen war zu Beginn druckvoll und spielbestimmend“, sagte Wesenufer-Sportchef Rene Dobetsberger, der trotz stabiler Phase seiner Elf nach der Pause ein klares Manko sah: „Uns hat am Ende die Durchschlagskraft gefehlt.“

Mehrere Spieler auf dem Platz - ein Betreuer trägt eine Eisbox

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Druckvoller Start der Hausherren, 0:0 zur Pause – danach trafen beide Seiten

Taufkirchen legte vor eigenem Publikum schwungvoll los, setzte die ersten Akzente und hatte – so schilderte es der Wesenufer-Sportchef – „in der ersten Halbzeit die Oberhand“. Wesenufer stabilisierte sich aber mit zunehmender Spieldauer, viele Szenen blieben umkämpft, ohne dass eine Mannschaft klar davonziehen konnte. „Über weite Strecken haben sich beide Teams neutralisiert“, ordnete Rene Dobetsberger ein. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie phasenweise offener: In Minute 64 stellte Marko Kovjenic auf 1:0 für Taufkirchen, doch die Gäste antworteten rasch. Nur sieben Minuten später glich Simon Peham zum 1:1 aus – die Begegnung war wieder völlig offen und lebendig.

Aus Gästesicht strittige Pfiffe, spätes 2:1 – und das fehlende letzte Prozent

Rene Dobetsberger sprach nach Spielende offen über umstrittene Pfiffe: „Es gab einige Entscheidungen, die kritisch zu sehen sind – auf beide Seiten.“ Besonders der Rückstand wurmte ihn: „Wir sind durch einen strittigen Elfmeter in Rückstand geraten.“ Ob die Entscheidungen am Ende spielentscheidend waren, wollte er nicht festnageln, legte aber nach: „Heute war der Schiedsrichter der schlechteste Mann am Platz.“ Sportlich blieb die Partie trotzdem lange auf Messers Schneide. In der Schlussphase gelang Taufkirchen durch Julian Spitzenberger das 2:1 (85.). „Der 2:1-Rückstand kurz vor Schluss war dann spielentscheidend, wir konnten nicht mehr nachsetzen“, sagte Dobetsberger. Er benannte klar den Hauptgrund aus seiner Sicht: „Uns hat die schlussendliche Durchschlagskraft gefehlt. In Summe war es zu wenig, um einen Punkt mitzunehmen.“

Respekt für Taufkirchen, kleine Positivpunkte – und der Blick in den Abstiegskampf

Trotz der Niederlage fand der Sportchef auch versöhnliche Töne. „Unter dem Strich haben wir wenige Fehler gemacht“, sagte er und hob hervor, dass seine Mannschaft über Phasen ordentlich im Spiel war. Den Gegner beurteilte er respektvoll – gerade weil Taufkirchen laut seiner Einschätzung personell angeschlagen ist: „Sie haben viele Langzeitverletzte und Ausfälle, sind aber trotzdem eine sehr kompakte Mannschaft. Man hat die Qualitäten am Anfang gesehen.“ Für Wesenufer geht der Blick nun nach vorne. „Wir stecken im Abstiegskampf. Die letzten Runden werden richtungsweisend, die Liga ist sehr ausgeglichen. Es ist alles möglich, aber wir hoffen, die Klasse zu halten und weiter für die 1. Klasse zu planen“, so Dobetsberger. Die klare Botschaft: Ruhe bewahren, die kleinen Positivpunkte mitnehmen – und vorne wieder zupacken.

1. Klasse Nord-West: Taufkirchen/Pram : Wesenufer - 2:1 (0:0)

  • 85
    Julian Spitzenberger 2:1
  • 71
    Simon Peham 1:1
  • 64
    Marko Kovjenic 1:0