In der 20. Runde der 1. Klasse Nord-West feierte der ATSV Handyshop.at Schärding bei Union Wesenufer einen klaren 6:0-Auswärtssieg (5:0). Die Gäste legten früh den Grundstein und entschieden die Partie praktisch schon vor der Pause. „Wir hatten das Spiel über weite Strecken im Griff und haben es souverän gewonnen“, sagte Sektionsleiter Josef Wirth, der vor allem eine starke Druckphase in Halbzeit eins und viele gut getretene Standards als Schlüssel nannte. Nach Wiederbeginn ließen die Schärdinger nichts mehr anbrennen und brachten den Auswärtssieg abgeklärt nach Hause.

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Nach einem offenen Beginn mit Chancen auf beiden Seiten nutzte Schärding seine erste klare Phase eiskalt. In Minute 12 stellte Gabriel Sandrk auf 0:1, nur drei Minuten später legte Benjamin Schneiderbauer das 0:2 nach, und bereits in der 17. Minute erhöhte Semir Dedic auf 0:3. Wesenufer hatte zuvor mitgespielt, doch in dieser Phase kamen die Hausherren nicht mehr richtig raus. Wirth sprach von der entscheidenden Sequenz: „Die Druckphase in der ersten Halbzeit nach unserem Führungstor hat den Grundstein gelegt. Wir haben weiter Druck gemacht, Wesenufer kaum rausgelassen und viele Standards herausgeholt.“ Auch deshalb gewannen die Schärdinger in dieser frühen Phase die Kontrolle und bestimmten fortan Tempo und Richtung des Spiels.
Der ATSV blieb am Drücker und legte noch vor dem Seitenwechsel zweimal nach. Michael Angleitner traf in der 29. Minute zum 0:4, kurz vor der Pause stellte Michal Stepanek mit dem 0:5 (44.) die Weichen endgültig. „Nach dem vierten und fünften Treffer war zur Pause das Spiel entschieden“, hielt Wirth fest. Er hob die mannschaftliche Geschlossenheit hervor: „Läuferisch und von der Mentalität war das eine Topleistung aller Spieler.“ Wesenufer hatte gerade zu Beginn seine Möglichkeiten, fand aber nach den schnellen Gegentreffern nicht mehr zurück. „Bei den hohen Temperaturen und nach den drei frühen Toren haben sie sich wahrscheinlich ein bisschen geschlagen gegeben“, meinte Wirth, der zugleich betonte, dass seine Elf über weite Strecken sehr abgeklärt agierte und die eigenen Stärken zielstrebig auf den Platz brachte.
Nach der Pause nahm Schärding etwas Tempo heraus, Wesenufer kam besser ins Spiel und verbuchte mehr Ballbesitz. Gefährlich wurde es aus Sicht der Gäste aber nicht mehr. „Die zweite Halbzeit begann verhalten, es wurde zu keinem Zeitpunkt brenzlig“, sagte Wirth. In der 67. Minute traf Dominik Schwaiger zum 0:6 und fixierte den Endstand. Danach ließen beide Teams noch Möglichkeiten liegen. Extra-Lob gab es für die Leitung am Feld: „Die schiedsrichterliche Leistung war sehr gut, es war eine klare Linie zu erkennen. Eine kurze Diskussion in der zweiten Hälfte wurde mit einer gelben Karte beruhigt.“ Warum es an diesem Tag so deutlich wurde, fasste Wirth so zusammen: „Unser Zusammenspiel von Defensive bis Offensive und auch die Verstärkungen im Winter funktionieren positionsgetreu – wenn wir ins Spiel kommen, sind wir sehr schwer zu verteidigen. Am besten hat das Zusammenspiel von Abwehr und defensivem Mittelfeld mit tiefen Bällen auf unsere Stürmer funktioniert.“ Mit dem klaren Auswärtssieg untermauert der ATSV seinen Schwung und kann in der Liga selbstbewusst den nächsten Aufgaben entgegensehen.