In der 1. Klasse Nord-West hat der SV Waizenauer Taufkirchen/Pram am Samstagnachmittag beim UFC St. Agatha einen wichtigen 2:1-Auswärtssieg geholt. Trainer Rudolf Zauner sah vor allem die starke Anfangsphase seiner Elf als Basis für den Erfolg, warnte aber auch davor, nach einer 2:0-Führung zu sehr ins Warten zu geraten. Genau daraus entwickelte sich eine enge, kampfbetonte Partie bis zum Schlusspfiff.

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Zauner hatte keinen Zweifel, dass seine Mannschaft den besseren Beginn erwischte. „Wir haben die erste halbe Stunde sehr gut gespielt, waren überlegen und sind 2:0 in Führung gegangen“, sagte der Taufkirchner Trainer. Den ersten Treffer besorgte David Cerveny in der 20. Minute. Taufkirchen blieb in dieser Phase das aktivere Team und legte in Minute 34 nach, als ein Eigentor von Matthias Baschinger das 0:2 brachte. Wirklich beruhigt war die Lage damit aber nicht, denn nur zwei Minuten später verkürzte Joachim Rotter auf 1:2. So bekam die Partie schon vor der Pause jenen Verlauf, den Zauner später als „bis zum Schluss sehr kampfbetont“ beschrieb.
Mit dem schnellen Anschlusstreffer kippte das Spiel nicht völlig, aber es veränderte seinen Ton. Aus der klaren Taufkirchner Anfangsphase wurde ein offenes Ringen, in dem St. Agatha vor allem nach der Pause mehr Druck machte. „Sie haben bis zum Schluss versucht, den Ausgleich zu erzielen“, sagte Zauner über den Gegner. Für seine Mannschaft bedeutete das viel Arbeit gegen den Ball. Der Trainer sah genau darin den entscheidenden Punkt: „Wir haben in der zweiten Halbzeit bis zum Schluss gut verteidigt.“ Dass dazu auch ein Stück Glück gehörte, verschwieg er nicht: „In einer Situation hatten wir auch das Glück, dass der Gegner nur die Stange getroffen hat.“
Entsprechend ordnete Zauner den Auswärtssieg weniger über spielerische Höhepunkte als über die Haltung seiner Mannschaft ein. „Sehr gut funktioniert haben die mannschaftliche Geschlossenheit und die Tatsache, dass wir bis zum Schluss mit allem verteidigt haben, was für uns möglich war“, sagte er. Gleichzeitig nahm er aus dem 2:1 auch eine klare Mahnung mit. Nach seiner Ansicht darf seine Elf nach einer Zwei-Tore-Führung nicht zu passiv werden: „Wir müssen nach einer 2:0-Führung weiter Fußball spielen und dürfen nicht zu abwartend werden.“ Dass die drei Punkte trotzdem wichtig waren, stellte er ausdrücklich heraus. Der SV Taufkirchen habe den Sieg „unbedingt gewollt“, weil er nötig gewesen sei, „um den Anschluss ans Mittelfeld zu wahren“. Über den Unparteiischen sagte Zauner nur knapp: „Die Leistung von Schiedsrichter Lee war in Ordnung.“ Mit nun elf Punkten nimmt Taufkirchen genau diesen Auftrag in die nächsten Runden mit: das Ergebnis mitnehmen, die Lehre aus der zweiten Hälfte aber gleich dazu.