Im Duell der 1. Klasse Nord mit Union Bad Leonfelden 1b blickte Union Oberaigner Nebelberg auf 90 intensive Minuten zurück. Trainer Stefan Eidenberger ordnete die Partie als gerechtes Kräftemessen ein, betonte ein klares Chancenplus seiner Mannschaft und verwies auf eine an den holprigen März-Rasen angepasste Spielidee. Die Stimmung ist gelöst: Von Beginn an überwog das Gefühl, die großen Möglichkeiten auf der eigenen Seite zu haben, während der Gegner zwar mehr Ballbesitz verzeichnete, aus dem Spiel heraus aber nur selten gefährlich wurde. Eidenberger würdigte zudem die starke Torhüterleistung der Gäste und deren konsequenten Versuch, auch unter schwierigen Bedingungen flach zu eröffnen. Trotz enger Personallage stimmt der Zusammenhalt – und nach 14 Runden grüßt Nebelberg von der Tabellenspitze.

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Eidenbergers Gesamtfazit fällt eindeutig aus: „In Summe war das Ergebnis absolut gerecht. Wir hatten die besseren Torchancen. Bad Leonfelden 1b hatte mehr Ballbesitz, aber über 90 Minuten hatten wir einfach die deutlich besseren Möglichkeiten.“ Früh setzte Nebelberg das erste Ausrufezeichen – die Führung entstand per Kopfball durch Kapitän Alexander Wurm. Danach häuften sich die dicken Gelegenheiten: „Wir hatten in der Folge zwei, drei sehr hochkarätige Chancen, die der gegnerische Torhüter entschärft hat.“ Der Ausgleich der Gäste fiel nach einer Flanke, die im Strafraum durchrutschte – Torschütze: Niklas Prungraber –, doch das Chancenverhältnis blieb klar. Nach dem Seitenwechsel erarbeitete sich die Heimelf weitere gute Möglichkeiten; der entscheidende Treffer zum 2:1 fiel kurz nach Wiederbeginn durch Sebastian Fenzl, während Bad Leonfelden 1b aus dem Spiel heraus „eigentlich keine Torchance“ verbuchte.
Die Spielidee folgte den Bedingungen – und sie griff. Eidenberger erklärt: „Von unserer Seite hat alles sehr gut funktioniert. Aufgrund der schwierigen Platzverhältnisse wollten wir nicht von hinten heraus spielen, und das haben wir auch nicht gemacht. Vorne haben wir dann aufgrund der Fehler der gegnerischen Mannschaft die Chancen teilweise gut genutzt, teilweise eher schlecht, aber die Vorgaben meiner Mannschaft wurden absolut erfüllt.“ In der Defensive legte das Team den Grundstein: „Ich muss ganz klar sagen, dass ich heute mit der Defensivleistung unserer Mannschaft absolut mehr als zufrieden war – deshalb gibt es von mir ein Pauschallob an die Mannschaft.“
Der Coach verbindet Anerkennung und Analyse beim Blick auf Bad Leonfelden 1b: „Das Einzige, was mich überrascht hat, war, dass sie über 90 Minuten versucht haben, von hinten herauszuspielen, obwohl die Platzverhältnisse sehr schwierig waren. Die Torhüterleistung war stellenweise sensationell – er hat uns sicher drei, vier hundertprozentige Torchancen vereitelt. Ansonsten habe ich gewusst, dass diese junge, spielstarke Truppe im März auf so einem Platz Schwierigkeiten haben wird.“ Die Personaldecke bleibt schmal, was den Erfolg umso bemerkenswerter macht: „Unser Kader ist relativ klein. Wir haben jetzt zwei verletzte Spieler, und kommendes Wochenende ist ein Spieler mit der fünften Gelben gesperrt. Ansonsten sind alle an Bord.“ Und der Blick auf die Tabelle unterstreicht die gute Arbeit: „Natürlich bin ich mit der Tabellensituation mehr als zufrieden. Unser Ziel war von Anfang an klar: nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Jetzt lachen wir nach 14 Spieltagen von der Tabellenspitze – eine sehr, sehr positive Situation für uns.“