Spielberichte

Stefan Eidenberger (Trainer Union Oberaigner Nebelberg): 'Zu wenig Durchschlagskraft vorne'

SV Gramastetten
Union Nebelberg

Im Duell der 1. Klasse Nord zwischen dem SV Gramastetten und Union Oberaigner Nebelberg endete eine zähe Partie mit 1:1. Ein früher Elfmeter brachte die Heimischen in Front, Maximilian Wurm stellte noch vor der Pause auf Remis. Danach blieb vieles Stückwerk – das sah auch Nebelberg-Trainer Stefan Eidenberger so: "Wir hatten zu wenig Durchschlagskraft vorne." Gegen extrem tief stehende Gramastettner tat sich der Tabellenzweite trotz viel Ballbesitz schwer, echte Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware.

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Früher Elfer für Gramastetten – Wurm antwortet vor der Pause

Der Start lief ganz nach dem Geschmack der Hausherren: Ein früher Strafstoß brachte Gramastetten in Führung, Manuel Ranninger blieb vom Punkt cool und stellte früh auf 1:0 (2.). "Der Elfmeter war gerechtfertigt", sagte Stefan Eidenberger und erklärte gleich, warum das zu den Gastgebern passte: "Die Heimmannschaft hat sich mit acht Mann hinten hineingestellt und auf unsere Fehler gewartet." Nebelberg brauchte ein paar Minuten, schob dann aber an. "Wir haben nach dem frühen Rückstand Moral gezeigt und die ganze erste Halbzeit auf den Ausgleich gedrückt", so Eidenberger. Zunächst vergaben die Gäste eine gute Möglichkeit, wenig später saß der Ausgleich: In Minute 28 traf Maximilian Wurm zum 1:1. Bis zum Pausenpfiff blieb Nebelberg das aktivere Team, doch weitere klare Chancen sprangen nicht heraus – zur Halbzeit stand es 1:1.

Viel Ballbesitz, wenig Tiefe – Eidenberger lobt Defensive und hadert mit dem letzten Pass

Nach dem Seitenwechsel verflachte das Spiel. "Grundsätzlich war die Partie sehr chancenarm", fasste Eidenberger zusammen. Nebelberg hatte mehr vom Ball, doch im letzten Drittel fehlte der Zug. "Im Spiel nach vorne machten wir zu viele Fehlpässe", sagte der Coach, der seine Hintermannschaft dennoch positiv sah: "Mit der Defensivleistung war ich zufrieden." Die wenigen guten Momente nach der Pause blieben selten und verteilt. Eidenberger ärgerte weniger einzelne Entscheidungen als die eigene Schärfe: "Uns hat die Durchschlagskraft in der Offensive gefehlt." Zum Referee fand er klare Worte: "Der Schiedsrichter zeigte über weite Strecken eine sehr gute Leistung."

Gegner tief, Punkte geteilt – Nebelberg bleibt dran, aber fordert mehr Zielstrebigkeit

Die Erzählung des Abends war für Eidenberger eindeutig: Gramastetten verteidigte tief und lauerte, Nebelberg suchte Lösungen, fand sie aber zu selten. "Wir passten uns im Laufe des Spiels der Leistung des Gegners an", meinte der Trainer selbstkritisch und blieb bei seiner Einschätzung des Heimteams: "Ich wusste, dass sie im Frühjahr noch keinen Gegentreffer bekommen haben. Dass sie so defensiv spielten, war selbst mir ein Rätsel, weil sie eigentlich einen guten Lauf haben." In der Tabelle hält Nebelberg mit dem Remis Kurs: 40 Punkte, Rang zwei, punktgleich mit Bad Leonfelden 1b. Gramastetten sammelt im Mittelfeld weiter wichtige Zähler und hält bei 22 Punkten. Für den Aufstiegsaspiranten aus Nebelberg bleibt die Aufgabe klar: Gegen kompakte Gegner braucht es mehr Tempo, klarere Pässe ins letzte Drittel und Entschlossenheit im Abschluss.

1. Klasse Nord: Gramastetten : Nebelberg - 1:1 (1:1)

  • 28
    Maximilian Wurm 1:1
  • 2
    Manuel Ranninger 1:0