Im Duell der 19. Runde der 1. Klasse Nord musste Union Ascendor Niederwaldkirchen gegen Union Ganserlifte St.Peter trotz zweimaliger Führung eine 2:3-Heimniederlage hinnehmen. Zur Pause stand es 1:1, ehe die Gäste nach dem erneuten Rückstand eiskalt zurückschlugen. St.‑Peter‑Coach Simon Erlinger sprach von einer weitgehend ausgeglichenen Partie mit wechselnden Phasen: "Wir hatten die besseren Offensivmöglichkeiten und haben uns am Ende verdient belohnt." Matchwinner war Alex Thomas Trenkwitz, der alle drei Auswärtstore erzielte und die Wende spät fixierte.

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Der Start gehörte keiner Seite so richtig, beide Teams suchten ihr Spiel. Niederwaldkirchen erwischte schließlich den ersten Treffer: In Minute 23 stellte Edin Sarhatlic auf 1:0. Aus St.‑Peter‑Sicht fiel das Tor besonders bitter. "Wir sind durch einen sehr schönen Volleyschuss von rund 18 Metern in Rückstand geraten. Davor hatten wir die Chance auf das 1:0, der sehr gute Niederwaldkirchner Torwart hat in diesem Spiel immer wieder stark gehalten", schilderte Trainer Simon Erlinger. Seine Elf schüttelte sich aber nur kurz und kam prompt zurück: In der 28. Minute traf Alex Thomas Trenkwitz zum 1:1. Bis zur Pause blieb das Match offen, Erlinger sah noch Gelegenheiten seiner Mannschaft, sogar in Führung zu gehen. Nach 45 Minuten stand ein leistungsgerechtes 1:1 am Zettel – mit dem Gefühl, dass für St. Peter vorne etwas möglich ist.
Der zweite Durchgang begann aus Gästesicht mit dem nächsten Nackenschlag. Nur vier Minuten nach Wiederbeginn brachte David Wurzinger Niederwaldkirchen erneut in Front und stellte auf 2:1 (49.). "Wir haben knapp nach der Halbzeit das 2:1 bekommen und sind danach immer besser in Schuss gekommen", erklärte Erlinger. Seine Mannschaft blieb dran, suchte den Weg nach vorne – und wurde belohnt. Wieder war es Alex Thomas Trenkwitz, der in Minute 61 den Ausgleich zum 2:2 erzielte und das Spiel endgültig kippte. St. Peter blieb am Drücker, lauerte auf die eine Chance – und bekam sie spät: In der 83. Minute schnürte Trenkwitz den Dreierpack und drehte die Partie mit dem 2:3 endgültig. "Nach dem Ausgleich konnten wir auch noch das 3:2 erziehlen", fasste Erlinger die starke Schlussphase kurz und passend zusammen.
In seiner Analyse blieb Simon Erlinger bodenständig. "Das Spiel war relativ ausgeglichen, mit besseren Phasen für beide Seiten", sagte der Trainer und hob gleichzeitig die Effizienz seiner Offensive hervor: "Wir hatten die besseren Offensivmöglichkeiten und haben zweimal einen Rückstand aufholen können." Besonders wichtig war ihm das Kollektiv: "Ich bin besonders stolz auf die geschlossene Mannschaftsleistung. Jeder hat bis zum Schluss gekämpft und wollte den Sieg unbedingt." Respekt gab es auch für die Hausherren: Niederwaldkirchen habe gut gekontert und seine Chancen gehabt. Zur Schiedsrichterleistung meinte Erlinger: "Es waren Entscheidungen dabei, die man auch anders geben könnte, aber im Großen und Ganzen war es in Ordnung." Mit Blick auf die Tabelle sind es für St. Peter/Wimberg wertvolle Auswärtspunkte, während Niederwaldkirchen als Fünfter weiter vorne mithält.
Der Dreier in Niederwaldkirchen kam zum richtigen Zeitpunkt und gibt St. Peter/Wimberg Rückenwind für die kommenden Aufgaben. Erlinger will den erarbeiteten Schwung nicht überhöhen, aber mitnehmen. Seine Mannschaft habe gezeigt, dass sie über 90 Minuten stabil bleibt und auch nach Rückständen zurückkommen kann. Niederwaldkirchen wiederum hat trotz der Niederlage gesehen, dass man gegen solche Gegner mithalten kann, wenn man die eigenen starken Phasen nützt. Für beide Seiten gilt nun: die guten Ansätze festigen, Chancen besser verwerten – und in der nächsten Runde wieder nachlegen.