Spielberichte

Marian Haider (Trainer SV Hellmonsödt): „Wir haben es hergeschenkt“

SPG Altenfelden/Rohrbach
SV Hellmonsödt

In der 20. Runde der 1. Klasse Nord setzte sich die SPG TruckCenter Altenfelden/Rohrbach gegen den SV Hellmonsödt mit 2:1 durch. Hellmonsödts Trainer Marian Haider sprach von einem Duell auf Augenhöhe, in dem seine Elf viel investierte, sich aber zu selten belohnte. „Sehr ausgeglichenes Spiel“, hielt er fest – und legte nach: „Es ist eine bittere Niederlage, weil wir es hergeschenkt haben.“ Aus seiner Sicht fehlten vorne die Konsequenz und hinten passierten genau jene Fehler, die der Gegner eiskalt nutzte.

Fußballspieler ganz in Grün gekleidet

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Führung, Elfer-Ausgleich und die Entscheidung nach der Pause

Altenfelden erwischte den besseren Start: In Minute 17 traf Nick Deutschbauer zum 1:0. Hellmonsödt ließ sich davon nicht beirren und kam noch vor der Pause zurück. Kurz vor dem Seitenwechsel stellte Tobias Seyr auf 1:1 (41.) – aus Haiders Sicht vom Punkt und „ein absolut verdienter Elfmeter“. Der Trainer betonte, seine Mannschaft habe zwischen der 15. Minute und dem Pausenpfiff „ganz klar die bessere Mannschaft“ gewesen. „Wir hatten zahlreiche Situationen, wo wir Tore machen müssen. Einmal hat der Torwart mit einer starken Fußabwehr gehalten, und oft hat nur der letzte Pass gefehlt“, ärgerte sich Haider über das Auslassen guter Ansätze. Nach einer ruhigeren zweiten Hälfte entschied schließlich Mate Lovasz in der 67. Minute mit dem 2:1 – genau jener Moment, den Hellmonsödt vermeiden wollte. „Bis auf den Fehler zum 2:1 ist dann wenig passiert“, bilanzierte Haider nüchtern.

Plan ging auf – nur der letzte Pass nicht

Inhaltlich war der Hellmonsödter Matchplan klar und, so Haider, weitgehend erfolgreich. „Wir wollten Vidovic nicht ins Spiel kommen lassen, hoch attackieren und über hohe Ballgewinne kommen – der Plan ist perfekt aufgegangen.“ Seine Mannschaft presste zielstrebig, eroberte viele Bälle und ließ den Gastgebern wenig Aufbau. Doch was im Anlaufen funktionierte, hakte im Abschluss. „Die Kaltschnäuzigkeit vorm Tor und das Ausspielen im letzten Drittel waren schlecht. Das war einfach schlecht“, sagte Haider deutlich. Dass Altenfelden gefährlich bleiben würde, war einkalkuliert. „Sie haben ein super Umschalten, schnelle Spieler – das wussten wir.“ Bitter wurde es, weil „ein, zwei individuelle Fehler“ zu viel waren. „Das darf uns nicht passieren, aber das zieht sich leider durch die ganze Saison. Wir schenken Aktionen oder Punkte her“, so der Trainer.

Respekt für den Gegner, positives Signal und Blick auf die Tabelle

Trotz der Enttäuschung nahm Haider einiges Positive mit. „Nach dem 1:0 bis zum Pausenpfiff waren wir die dominante Mannschaft – das muss man schon sagen.“ Gegen eine Altenfeldner Elf, die laut Haider „Ambitionen für die Bezirksliga“ hegt, habe sein Team „keinen Unterschied gemerkt“: „Man merkt, dass wir wirklich drauf sind und auf Augenhöhe mit den Topvereinen.“ Auch für den Unparteiischen gab es Lob: „Sehr souveräne Leitung vom Schiedsrichter.“ In der Tabelle steht Altenfelden/Rohrbach nun bei 35 Punkten (Rang 4), Hellmonsödt hält bei 30 Zählern (Rang 6). Der Weg für die Gäste ist klar umrissen: Effizienz schärfen, Fehler abstellen – dann sollen die engen Spiele wieder kippen. „Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen“, fasste Haider den Auftrag für die nächsten Wochen zusammen.

1. Klasse Nord: SPG Altenfelden/Rohrbach : Hellmonsödt - 2:1 (1:1)

  • 67
    Mate Lovasz 2:1
  • 41
    Tobias Seyr 1:1
  • 17
    Nick Deutschbauer 1:0