In der 21. Runde der 1. Klasse Nord gewann Union Bad Leonfelden 1b das Derby in Hellmonsödt mit 2:0. Der SV Hellmonsödt hielt lange dagegen, doch am Ende setzte sich Union Bad Leonfelden 1b nach 0:0 zur Pause mit einem späten Doppelschlag durch. Trainer Dominik Mach sprach von einem „hitzigen Derby“ und meinte, Hellmonsödt habe viele Chancen liegen lassen, während seine Elf mit großem Willen und ein wenig Glück in der Schlussphase zur Entscheidung kam.

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Neunzig Minuten lang blieb es das, was Dominik Mach gleich zu Beginn auf den Punkt brachte: „ein hitziges Derby“. Zur Halbzeit stand es 0:0, viel lief über den Kampf, und die Partie blieb offen. Aus Sicht des Gästetrainers hätte Hellmonsödt dabei „über das ganze Spiel hinweg sehr gute Chancen“ gehabt, allerdings ohne Ertrag. „Sie konnten diese nicht nutzen“, sagte Mach und erklärte zugleich, wann er eine Wende für möglich hielt: „Zum Schluss des Spiels, ab der siebzigsten Minute.“ Genau in diese späte Phase fiel die Entscheidung. In Minute 86 lenkte Christian Gregor Hofbauer den Ball unglücklich ins eigene Tor – 0:1. Hellmonsödt warf danach alles nach vorne, doch in der Nachspielzeit (90+3) machte Paul Traxler mit dem 0:2 den Deckel drauf und fixierte den Auswärtssieg.
In der Analyse hob Dominik Mach die größte Stärke seiner Mannschaft klar hervor: „Der Wille, das Spiel unbedingt zu gewinnen.“ Gerade weil es lange eng war und die Erlösung erst spät kam, blieb seine Elf geduldig und bissig. „Wir waren am Ende auch glücklich“, räumte der Coach ein, ohne die Leistung zu schmälern. Zum Gegner fand er anerkennende Worte: Hellmonsödt sei „sehr kampfbetont“ aufgetreten und habe sich keineswegs früh geschlagen gegeben. Gleichzeitig blickte Mach schon nach vorne und formulierte den Auftrag für die nächsten Wochen: „Mutig spielen, unser Spielsystem fortführen und weiterentwickeln.“ Der späte Treffer von Traxler passte in dieses Bild: dranbleiben, an den Plan glauben und sich am Ende belohnen – auch wenn zuvor einiges auf Messers Schneide stand.
Dass ein Derby Emotionen weckt, zeigte sich auch abseits der Tore. Mit Blick auf die Leitung des Unparteiischen wurde Mach deutlich: „Der Schiedsrichter war diesem Spiel nicht gewachsen, und so wurde es von Minute zu Minute ruppiger.“ Es ist die Einschätzung eines Beteiligten zu einer intensiven Partie, die bis in die Schlussminuten offen blieb. Sportlich zahlt sich der Auswärtsdreier jedenfalls aus: Union Bad Leonfelden 1b führt nach 21 Spielen die Liga mit 46 Punkten an. Hellmonsödt hält bei 30 Zählern und rangiert im gesicherten Mittelfeld. Für die Mach-Elf heißt das: Ruhe bewahren, weiter mutig auftreten und den eigenen Plan schärfen – die Basis dafür hat das Team mit dem geduldigen Auftritt und dem späten 2:0 gelegt, das Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben wird.