Der SV Gramastetten hat die Saison in der 1. Klasse Nord auf Rang zehn abgeschlossen und damit das wichtigste Ziel erreicht. Für Obmann Stefan Fischer ist der Klassenhalt deshalb keine Floskel, sondern die passende Bilanz eines Jahres mit sehr unterschiedlichen Phasen. Nach einem schwierigen Herbst kam die Mannschaft im Frühjahr stabiler durch die Runde. Genau darin sieht Fischer den Hauptgrund, warum sich SV Gramastetten am Ende über dem Strich halten konnte.

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Ein Blick auf den Saisonverlauf zeigt, warum Fischer den Klassenhalt so deutlich hervorhebt. SV Gramastetten lag nach drei Runden sogar einmal an der Spitze, hielt sich in der Anfangsphase lange in der oberen Tabellenhälfte und rutschte erst im weiteren Herbst Schritt für Schritt zurück. Nach 13 Spieltagen stand die Mannschaft nur mehr auf Rang 14, später pendelte der Verein rund um die Plätze elf und zwölf, ehe im Frühjahr der Weg zurück auf Platz zehn gelang. Fischer führt diese Entwicklung vor allem auf die personelle Lage zurück. „Der Klassenhalt wurde durch eine wieder fitte Mannschaft im Frühling geschafft. Im Herbst war das mit den Verletzungen einfach nicht machbar“, sagte der Obmann. Damit spricht er genau jenen Punkt an, der die Saison von SV Gramastetten aus seiner Sicht geprägt hat und der erklärt, warum der Endrang intern durchaus positiv gesehen wird.
Dass die Mannschaft sich noch aus der Gefahrenzone arbeiten konnte, lässt sich auch an der Schlussphase ablesen. Aus den letzten fünf Partien holte SV Gramastetten noch einmal wichtige Ergebnisse, etwa das 1:1 gegen SPG Altenfelden/Rohrbach, das 2:2 gegen Waldmark St. Stefan und den 4:2-Erfolg gegen Neustift/Oberkappel. Dazwischen standen zwar auch Niederlagen gegen Leonfelden 1b/Schenkenfelden und SV Hellmonsödt, doch unter dem Strich reichte es mit 30 Punkten zum zehnten Tabellenplatz. Fischer hob in diesem Zusammenhang nicht einen einzelnen Spieler in den Vordergrund, sondern vor allem das Miteinander in der Mannschaft. „Kapitän Manuel Ranninger war im Abstiegskampf sehr wichtig für die Mannschaft, allgemein hatten wir ein sehr gutes Kollektiv“, sagte Fischer. Gerade in einer Saison, in der sich das Team immer wieder neu sortieren musste, war diese Mischung aus Führung und Zusammenhalt ein wesentlicher Faktor.
Mit dem Klassenerhalt in der Tasche richtet sich der Blick in Gramastetten bereits klar nach vorne. Fix ist, dass Andreas Sippl und Tormann Luca Weichselbaum den Verein verlassen haben, während es aktuell noch keine Neuzugänge gibt. Dazu kommt ein neuer Trainer, womit sich im Sommer auch auf dieser Position etwas verändert hat. Fischer formulierte die Aufgabe für die nächsten Wochen dennoch schlicht und eindeutig: „Darum schauen wir jetzt im Sommer, dass wir für die Herbstsaison wieder eine fitte Mannschaft haben.“ Aktuell gebe es keine verletzten oder angeschlagenen Spieler, was die Ausgangslage erleichtert. Dass die Liga auch in der Breite stark besetzt ist, betonte Fischer ebenfalls. „Union Nebelberg hat eine tolle Saison gespielt. An sich ist die Liga sehr ausgeglichen“, sagte er. Genau deshalb wird in Gramastetten weniger über große Ansagen gesprochen als über Stabilität, Gesundheit und einen Herbst, der diesmal deutlich ruhiger verlaufen soll.