In der 1. Klasse Nord startet Union St. Veit im Mühlkreis nach einer Meistersaison mit viel Selbstvertrauen in den Sommer. Trainer Manuel Fröhlich blickt auf eine Spielzeit mit nur zwei Niederlagen sehr zufrieden zurück, sieht aber dennoch genug Ansatzpunkte für die Vorbereitung. Der Kader soll zusammenbleiben, die Richtung ist klar: weiterarbeiten, nachschärfen und in der neuen Liga nicht nur mitlaufen.

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Für Manuel Fröhlich war die vergangene Saison vor allem eines: ein voller Erfolg. „Alles in allem war es natürlich eine sehr erfolgreiche Saison, die mit dem Meistertitel gekrönt wurde“, sagt der Trainer, der seinen Rückblick aber nicht bei der reinen Freude über das Erreichte stehen lässt. Fröhlich macht auch klar, dass er trotz einer nahezu makellosen Spielzeit weiter an Details arbeiten will. „Ich wäre ein schlechter Trainer, wenn ich nicht immer wieder Sachen sehen würde, die verbessert werden können“, sagt er offen. Genau dort setzt nun die Vorbereitung an. Zwei bis drei Punkte will der Trainer anpassen, damit seine Mannschaft für die neue Aufgabe in der 1. Klasse Nord gerüstet ist. Dass Union St. Veit im Mühlkreis in der abgelaufenen Saison überhaupt nur zwei Spiele verloren hat, ist für ihn dabei ein klarer Beleg dafür, dass die Basis stimmt. Auch der Schlussspurt unterstreicht das: In den letzten fünf Partien gab es Siege gegen Sarleinsbach, Union Aigen-Schlägl und TSV Ottensheim, dazu ein Remis gegen SU Herzogsdorf/N. und nur eine Niederlage gegen Union Puchenau.
Gerade deshalb will Union St. Veit im Mühlkreis personell nicht alles auf den Kopf stellen. Fröhlich betont, dass Stand jetzt kein Spieler den Verein verlassen wird und auch keine fixen Neuzugänge geplant sind. „Der Kader wird genauso bleiben, wie er war. Wir haben vollstes Vertrauen in die Spieler, die hier sind“, sagt der Trainer. Diese Aussage passt zu dem Bild, das er von seiner Mannschaft zeichnet. Einzelne Spieler wollte Fröhlich bewusst nicht herausheben, weder sportlich noch menschlich. Stattdessen rückt er das Gefüge in den Mittelpunkt. „Menschlich sind wir in St. Veit hervorragend aufgestellt. Da will ich überhaupt keinen herausnehmen, genauso wie sportlich“, sagt er. Noch deutlicher wird er mit einem Satz, der viel über die Stimmung in der Mannschaft verrät: „Diese Mannschaft ist wirklich wie eine kleine Familie, die eine Freude hat, zusammenzuspielen und zusammen zu trainieren.“ Genau das sei in seinen Augen einer der Hauptgründe dafür gewesen, warum die vergangenen Jahre so gut gelaufen sind und warum am Ende auch der Meistertitel möglich wurde. Für Fröhlich ist entscheidend, dass vom jungen Spieler bis zum Routinier alle an einem Strang ziehen.
Größere Veränderungen gibt es damit weniger im Kader als im Umfeld. Fröhlich muss auf seinen langjährigen Co-Trainer im Alltag verzichten, weil dieser sich wieder stärker der Nachwuchsleitung widmen wird. Der Trainer nutzte das Gespräch auch für ein deutliches Dankeschön: Die Zusammenarbeit der vergangenen fünf Jahre sei „herausragend gut“ gewesen und immer „auf Augenhöhe“, was ihm persönlich besonders wichtig sei. Eine Nachfolgelösung soll in Kürze feststehen, laut Fröhlich könnte es auch auf zwei neue Co-Trainer hinauslaufen. Daneben beschäftigt den Verein schon jetzt der geplante Neubau des Sportgebäudes im Jahr 2027. Auf sportlicher Ebene gibt es nur kleinere Fragezeichen. Martin Bouchal laboriert an Adduktorenproblemen und auch Kapitän Daniel Möstl ist nach seiner Knieverletzung gegen SU Herzogsdorf/N. noch nicht ganz bei hundert Prozent. Fröhlich zeigt sich aber in beiden Fällen optimistisch, dass sie zum Meisterschaftsstart wieder zur Verfügung stehen. Mit dieser Grundstimmung geht Union St. Veit im Mühlkreis in die Sommerpause und dann in die neue Liga. Die Ansage des Trainers ist dabei unmissverständlich: „Wir werden sicher nicht kommen, um ein Sparringpartner für andere Teams zu sein.“ Fröhlich erwartet von seiner Mannschaft einen motivierten Zugang und ist überzeugt: „Ich glaube auch, dass meine Mannschaft Qualität hat und eine gute Rolle in der neuen Liga spielen wird.“