1. Klasse Ost

ASKÖ Vorchdorf: Starker Einstand in der Ost-Gruppe – Mitmischen um Aufstieg oberstes Ziel

Die ASKÖ Vorchdorf hat nach dem Klassenwechsel in die 1. Klasse Ost auf Anhieb ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Norbert Hutterer überwintert mit 30 Punkten auf Tabellenrang zwei, nur Herbstmeister Hofkirchen/Traunkreis liegt noch vor den Vorchdorfern. Besonders auffällig: Mit 39 erzielten Toren stellt der Verein gemeinsam mit Hofkirchen die treffsicherste Offensive der Liga. In einem Kollektiv mit vielen torgefährlichen Spielern war Kevin Wallmen mit neun Treffern der beste Schütze.

„Wir haben die Liga gar nicht gekannt“

Für Sportchef Gerald Prielinger ist der bisherige Herbst vor allem deshalb positiv zu bewerten, weil Vorchdorf in der neuen Umgebung zunächst einmal Neuland betreten hat. „Ich sehe es relativ positiv, weil wir die Liga gar nicht gekannt haben“, betont er. Gleichzeitig merkt man im Verein, dass die Ost in der Spitze Qualität mitbringt: „Es sind gute Mannschaften. Die Mannschaften im oberen Bereich sind sehr stark.“ Vorchdorf habe sich aber schnell angepasst – und sich Schritt für Schritt in dieser Liga zurechtgefunden.

Spielerisch am richtigen Weg

Auch spielerisch ist Prielinger mit der Entwicklung zufrieden. Die ASKÖ sei dort angekommen, „wo es unser Trainer haben will“, wie er es formuliert. Der Weg des Trainers sei deutlich erkennbar. Prielinger beschreibt eine Liga, in der viele Teams zunächst sehr vorsichtig agieren: „Es sind Mannschaften, die relativ defensiv spielen.“ Geduld sei daher oft gefragt, denn manchmal müsse man lange anlaufen, ehe sich Räume öffnen. Trotzdem ist die Einschätzung im Verein klar: „Spielerisch sind wir von unserem Team voll überzeugt.“

Torgefahr aus vielen Quellen

Die Statistiken unterstreichen die Offensivqualität. 39 Tore in einer Hinrunde sind ein starker Wert, noch bemerkenswerter ist aber die Verteilung: Vorchdorf hat keinen einzelnen Goalgetter, sondern viele Spieler, die regelmäßig treffen. Prielinger sieht darin ein klares Plus: „Es teilt sich relativ gleichmäßig auf.“ Genau das mache die Mannschaft schwer auszurechnen – und sorgt dafür, dass die ASKÖ nicht von einem einzigen Namen abhängig ist.

Ziel: dranbleiben und oben mitmischen

Mit Platz zwei ist natürlich auch die Erwartungshaltung gestiegen. Vorchdorf will im Frühjahr weiter vorne dabei sein. „Unser Ziel ist auf jeden Fall, dass wir da mitmischen, dass wir dranbleiben“, sagt Prielinger. Gleichzeitig ist man realistisch genug, um die Qualität an der Spitze anzuerkennen: Hofkirchen spiele „auch einen guten Fußball“, und vorne ganz ranzukommen werde nicht einfach. Trotzdem lautet die klare Marschroute: so lange wie möglich Druck machen und „vielleicht noch näher an den Spitzenreiter herankommen“.

Personelles: Ein Ausfall, Ersatz gesucht

Im Winter wird es bei der ASKÖ keine große Kaderrotation geben. Prielinger bestätigt, dass die Mannschaft grundsätzlich „eins zu eins“ zusammenbleibt – allerdings gibt es aktuell eine Baustelle: Der Tormann ist verletzt, die genaue Ausfalldauer ist noch offen. „Da sind wir gerade dabei, dass wir einen Ersatz holen“, erklärt er. Dazu gibt es mit Ivan Tokic einen Abgang, jedoch noch ohne endgültig geklärtes Ziel. Gleichzeitig konnte Vorchdorf mit Gerald Rumpl einen bekannten Namen wieder reaktivieren.

Winterfahrplan

Der Blick nach vorne ist klar strukturiert. Der offizielle Trainingsstart ist am 12. Jänner. Zudem ist für die Semesterferien ein Trainingslager in der Steiermark geplant.