Der SV Molln überwintert in der 1. Klasse Ost mit 12 Punkten auf Tabellenrang 12. Nach einer erwartungsgemäß schwierigen Hinrunde ist der angepeilte Klassenerhalt mit dieser Ausgangslage jedoch weiterhin absolut realistisch. Auffällig: In der bisherigen Saison gab es keine Punkteteilung, die Bilanz lautet auf vier Siege und neun Niederlagen. Besonders der Oktober brachte den erhofften Aufschwung, als aus vier Spielen drei Siege geholt werden konnten.
Der sportliche Leiter, Setric Vorderwinkler, ordnet die Herbstsaison klar ein und verweist dabei auf die schwierigen Rahmenbedingungen. „Wir sind mit einer extrem schwierigen Ausgangssituation in die Saison gestartet. Wir mussten etwa acht neue Spieler in die Kampfmannschaft einbauen, da wir sehr viele Abgänge hatten“, erklärt er. Leistungsträger und prägende Figuren der Vorsaison wie Andreas Zemsauer und Markus Kienbacher standen nicht mehr zur Verfügung. Hinzu kamen weitere Abgänge wie Marco Öhlinger, Onur Memis, Raffael Kurtuldu oder Niklas Klapf.
Unter diesen Voraussetzungen sei es zunächst vor allem darum gegangen, überhaupt konkurrenzfähig zu bleiben. „Da haben wir uns schon gefragt, wie wir die Saison wirklich bestehen können“, so Vorderwinkler. Umso positiver bewertet man im Verein die aktuelle Situation. „Jetzt stehen wir mit zwölf Punkten da und damit mit doppelt so vielen Zählern wie nach der letzten Herbstsaison. Das ist für uns ein klarer Fortschritt.“
Ein wesentlicher Aspekt ist das Alter des Kaders. Der SV Molln stellt laut Vorderwinkler „mit Abstand die jüngste Mannschaft der Liga“. Gerade deshalb sieht man die Hinrunde auch als wichtige Entwicklungsphase. „Viele junge Spieler haben ihre ersten Einsätze in der Kampfmannschaft bekommen. Man merkt, dass sie im Laufe des Herbstes dazugelernt haben.“ Der starke Oktober habe gezeigt, wozu die Mannschaft in der Lage ist, wenn Selbstvertrauen und Abläufe stimmen. „Diese drei Siege haben uns eine deutlich bessere Ausgangsposition verschafft“, betont Vorderwinkler. Gleichzeitig bleibt der Blick realistisch: Die Punkteausbeute sei nicht überragend, aber angesichts der Umstände absolut zufriedenstellend.
Die Zielsetzung für das Frühjahr ist klar definiert. „Der Klassenerhalt ist ganz klar das oberste Ziel“, stellt der sportliche Leiter unmissverständlich klar. Auch auf der Trainerposition setzt der Verein auf Kontinuität. „Wir haben mit Kurt Fellinger verlängert, er bleibt uns auf jeden Fall bis zum Sommer erhalten.“ Man sei überzeugt, dass sich die junge Mannschaft in der Rückrunde weiter stabilisieren könne. „Gerade im zweiten Halbjahr wird man sehen, wie viel die Burschen aus dieser ersten, intensiven Saison gelernt haben.“
Personell sind aktuell keine Veränderungen geplant. „Es gibt keine Abgänge und auch keine Neuzugänge, die für die Kampfmannschaft relevant wären“, erklärt Vorderwinkler. Der Fokus liegt klar auf der Weiterentwicklung des bestehenden Kaders. Der Trainingsstart ist für den 19. Jänner angesetzt. Ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung wird zudem ein Trainingslager von 19. bis 22. Februar in Heiligenkreuz sein. „Wir werden mit einer großen Gruppe unterwegs sein, über 40 Personen. Das ist für den Zusammenhalt enorm wichtig“, so Vorderwinkler.