Der TUS Kremsmünster aus der 1. Klasse Ost blickt auf eine eher durchwachsene Hinrunde zurück. Nach 13 Spielen hält das Team von Trainer Dieter Kiesenebner bei 15 Punkten und rangiert damit auf Tabellenplatz 10. Auffällig ist die klare Bilanz ohne Punkteteilung: fünf Siege und acht Niederlagen bei einem Torverhältnis von 20:29. Treffsicherster Spieler im Herbst war Denis Dobretsberger mit fünf Toren.
Trainer Kiesenebner fasst die erste Saisonhälfte nüchtern zusammen. Die Hinrunde sei insgesamt „durchwachsen“ verlaufen, aus seiner Sicht wäre durchaus mehr möglich gewesen. Gleichzeitig ordnet er die Punkteausbeute realistisch ein und spricht davon, dass diese „summa summarum in Ordnung“ sei.
An den Zielsetzungen für das Frühjahr lässt der Trainer keinen Zweifel. Vorrangiges Ziel sei ganz klar der Klassenerhalt. Man wolle von Spiel zu Spiel schauen und möglichst rasch Abstand zu den hinteren Tabellenrängen gewinnen. Dabei gehe es weniger um kurzfristige Ergebniskosmetik, sondern um eine nachhaltige Stabilisierung der Mannschaft. Inhaltlich setzt Kiesenebner vor allem an zwei Punkten an. Der Fokus liege klar auf der körperlichen Verfassung sowie auf der Mannschaftstaktik. Im Herbst habe man „ein paar Tore zu viel bekommen und vorne ein paar zu wenig gemacht“. Genau diese Balance zwischen Offensive und Defensive soll im Frühjahr besser greifen.
Personell hatte Kremsmünster im Winter ursprünglich keine Veränderungen geplant. Kurzfristig gab es dann aber doch eine unerwartete Entwicklung: Toni Nikic beendete aus privaten Gründen seine aktive Laufbahn. Der Trainer zeigt dafür Verständnis, macht aber auch klar, dass man am Transfermarkt nicht mehr aktiv werden wird. Die Übertrittszeit sei praktisch vorbei, und kurzfristige Lösungen seien meist weder sportlich noch wirtschaftlich sinnvoll. Sollte sich dennoch eine Gelegenheit ergeben, werde man sie prüfen – aktiv gesucht werde aber nicht mehr.
Bereits in der Vorbereitung stand ein erstes Testspiel auf dem Programm. Gegen die Grieskirchen Juniors setzte es eine 1:4-Niederlage. Für Kiesenebner hatte dieses Ergebnis jedoch wenig Aussagekraft. Es sei das erste Spiel nach zwei intensiven Trainingswochen gewesen, in dem bewusst viel ausprobiert wurde. Vor allem neue Positionierungen und Abläufe standen im Vordergrund. In den ersten 20 Minuten habe die Mannschaft das gut gemacht, danach sei die hohe Trainingsbelastung deutlich spürbar gewesen.
Die Vorbereitung ist insgesamt klar auf körperliche Grundlagenarbeit ausgelegt. Nach zwei Wochen intensiven Trainings folgt in den Semesterferien ein Trainingslager in Kapfenberg. Der Großteil des Kaders der Kampfmannschaft wird daran teilnehmen, ergänzt durch einzelne Spieler aus dem erweiterten Kreis. Neben den sportlichen Inhalten soll auch der mannschaftliche Zusammenhalt weiter gestärkt werden.