16 Punkte, Tabellenrang acht – der ATSV Stein liegt nach einem Herbst mit deutlichen Schwankungen exakt im Mittelfeld der 1. Klasse Ost. Für Trainer Andreas Schinkinger und sein Team war es eine Hinrunde mit Licht und Schatten, geprägt von einem starken Start – und einem langen Kampf gegen Verletzungssorgen.
„Wir sind eigentlich relativ gut gestartet“, blickt Sektionsleiter Alexander Kupfinger zurück. Doch die Euphorie bekam früh einen Dämpfer: „Wir hatten ein relativ großes Verletzungspech mit längeren Ausfällen. Woche für Woche sind wichtige Spieler ausgefallen.“ Die Folge: Der ATSV verlor an Konstanz und rutschte in der Tabelle Schritt für Schritt nach hinten. Dass man dennoch im gesicherten Mittelfeld überwintert, wertet Kupfinger unter diesen Umständen als solide Basis. Top-Torschütze Mathias Wagner (7 Treffer) hielt das Team offensiv im Rennen, insgesamt fehlte jedoch die personelle Stabilität, um eine durchgehend konstante Performance abzurufen.
Mit Rang acht befindet sich Stein in einer typischen „Zwischenzone“ – nach vorne ist der Abstand überschaubar, nach hinten ebenso. Genau deshalb ist die Marschrichtung klar. „Wir wollen schnellstmöglich aus der gefährlichen Region wegkommen und uns im oberen Drittel etablieren“, formuliert Kupfinger das Ziel. Es geht darum, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen – und dann mit befreitem Spiel nach vorne zu schauen.
Kadermäßig blieb man im Winter weitgehend ruhig. Einziger Neuzugang ist Mehmet Cetin, der zuletzt beim SK Amateure Steyr spielte. Für Kupfinger ist klar: „Das ist auf jeden Fall einer, der uns in der Abwehr stabilisieren wird.“ Cetin kennt den Verein aus Nachwuchszeiten.
Die Vorbereitung verlief ergebnistechnisch wechselhaft:
• 0:1 gegen St. Ulrich Juniors
• 2:0 gegen Pichling
• 0:6 gegen Sattledt
• 3:0 gegen Maria Neustift
Kupfinger ordnet die Resultate nüchtern ein. „Wir hatten eigentlich nie den kompletten Kader zur Verfügung.“ Krankheiten, andere Verpflichtungen und weiterhin fehlende Spieler machten es schwierig, eine eingespielte Formation auf den Platz zu bringen. Auffällig: Viele Nachwuchsspieler aus der U16 kamen bereits zu Einsatzzeiten. „Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein“, so der Sektionsleiter. Die jungen Akteure nutzten ihre Chancen, sammelten wertvolle Erfahrung und unterstrichen die Vereinsphilosophie, auf eigene Kräfte zu setzen.
Trainingsstart war bereits am 12. Jänner. Nun steht ein intensiver Block bevor: Am Sonntag geht es nach Medulin. Mit dabei sind Kampfmannschaft, 1b und zahlreiche Nachwuchsspieler – insgesamt rund 36 Spieler, begleitet von Betreuern und Funktionären. Neben den sportlichen Einheiten sind auch Workshops geplant. „Team-Building ist natürlich angesagt“, betont Kupfinger. Gerade nach einer Hinrunde mit vielen personellen Rückschlägen soll das Trainingslager als gemeinsamer Neustart dienen.