Kräftiges Lebenszeichen in der 1. Klasse Ost: Der FC Union Steinerkirchen holte gegen Union EDER Karosserie Waldneukirchen einen 3:1-Heimsieg (Halbzeit 2:1). Ein früher Doppelschlag legte die Basis, nach der Pause machten die Hausherren den Deckel drauf und brachten das Ergebnis trotz langer Unterzahl sauber nach Hause. Trainer Mario Verlende hatte ein breites Grinsen: "Wir waren kämpferisch und einstellungsmäßig eine Top-Mannschaft. Jeder ist für jeden gerannt – ich bin richtig stolz, dass ich Trainer dieser Truppe bin."

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Steinerkirchen erwischte einen Traumstart. Nach einer Viertelstunde stand es 1:0, als Marcel Dickinger traf (15.). Der Coach erklärte, warum es so schnell klingelte: "Der Führungstreffer ist nach einem Standard gefallen, genau so, wie wir es am Donnerstag trainiert haben. Ich habe den Gegner beobachtet, das ist uns aufgegangen." Nur drei Minuten später legte Fabio Mugrauer das 2:0 nach (18.) – die Hausherren hatten in dieser Phase klar mehr vom Spiel. Waldneukirchen meldete sich zwar umgehend durch Matthias Balint zurück und verkürzte auf 2:1 (23.), doch am konzentrierten Auftritt der Verlende-Elf änderte das wenig. Bis zur Pause hielten die Gastgeber die Ordnung, ließen hinten wenig zu und gingen mit der knappen, aber verdienten Führung in die Kabinen (2:1).
"Wir haben einen Ausschluss gehabt. In dem Moment ist jeder für jeden gerannt, jeder hat dem anderen den Fehler ausgebessert", schilderte Verlende. Der Trainer reagierte sofort: "Ich habe nach dem Ausschluss zweimal umgestellt." Seine Jungs setzten genau das um, was gefragt war – viel Laufarbeit, einfache Lösungen, klare Zweikämpfe.
Nach dem Seitenwechsel blieb Steinerkirchen das aktivere Team und stellte die Weichen früh auf Sieg: Moritz Dickinger traf in Minute 54 zum 3:1.
"Das war einfach eine Top-Mannschaftsleistung, ein Hammer", sagte der Coach. Waldneukirchen versuchte in Überzahl Druck aufzubauen, doch die Heimelf arbeitete geschlossen gegen den Ball und brachte den Vorsprung mit viel Herz und Disziplin über die Zeit.
Besonders ins Herz des Trainers spielte sich ein ganz Junger. "Der Fünfzehnjährige hat gezeigt, was für ein Riesenfußballer er ist. Er hat der Mannschaft geholfen – das war ein Wahnsinn. Nicht nur mir hat das Freude gemacht, auch den Zuschauern", so Verlende. Auch die Fans bekamen ein Extra-Lob: "Unsere Fans sind ein Hammer. Wir sind Letzter und trotzdem haben wir einen Haufen Zuschauer, die uns feiern."
Sportlich blieb der Coach bei aller Freude deutlich: "Über den Gegner möchte ich nicht viel sagen, das steht mir nicht zu. Aber sie hatten keinen Plan, und einstellungsmäßig waren sie nicht richtig bei der Sache." Diskussionen gab es rund um den Platzverweis: "Der Schiedsrichter war erst 16 Jahre alt. Den Ausschluss hätte er nicht geben müssen. Sonst hat er brav gepfiffen, aber er hat aus meiner Sicht mehr für Waldneukirchen gepfiffen." Unterm Strich überwiegt für Verlende aber der Stolz auf seine Truppe: Woche für Woche arbeiten, kämpfen, dranbleiben – auf diesem Auftritt will Steinerkirchen aufbauen.