In der 1. Klasse Ost trennten sich der SV Molln und die Union Ried im Traunkreis mit 1:1. Nach torloser Pause traf Noah Jakob Pernkopf spät, ehe Robert Hieslmayr in der Nachspielzeit ausglich. Mollns Sportlicher Leiter Setric Vorderwinkler sprach von einem intensiven Duell auf Augenhöhe und lobte Charakter und Einsatz seiner jungen Mannschaft. Zugleich blieb die Erkenntnis: 'Uns fehlte am Ende das berühmte Quäntchen Glück.'

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Über weite Strecken entwickelte sich in Molln das erwartet enge Match. Bis zur Pause stand es 0:0, beide Seiten arbeiteten sauber gegen den Ball, klare Räume gab es selten. Das passte auch zu den Eindrücken von der Seitenlinie, wo man ein Duell auf Augenhöhe sah und viel Laufarbeit in beide Richtungen.
Nach dem Seitenwechsel blieb es intensiv, aber die Hausherren blieben geduldig und suchten weiter den Weg nach vorne. In der 87. Minute wurden sie belohnt: Noah Jakob Pernkopf stellte auf 1:0. Der Jubel währte jedoch nicht lange, denn Union Ried im Traunkreis blieb dran und kam in der Nachspielzeit zurück. In Minute 90+2 traf Robert Hieslmayr zum 1:1 und setzte den Schlusspunkt eines Abends, der bis zum letzten Ballkontakt offen blieb.
Nach dem Abpfiff fasste SV-Molln-Sportchef Setric Vorderwinkler das Geschehen in klaren Worten zusammen und hob vor allem die eigene Haltung hervor. 'Es war ein sehr intensives Spiel. Unsere Mannschaft hat sehr viel Energie investiert und, aus meiner Sicht, etwas mehr für das Spiel getan', sagte er.
Sein Gefühl: 'Wir hätten uns den Sieg verdient gehabt, können mit dieser Leistung aber sehr zufrieden sein.' Besonders wichtig war ihm der Auftritt der jungen Truppe: 'Die Mannschaft hat starken Charakter und tollen Einsatz gezeigt.' Dass es am Ende nur ein Punkt wurde, ordnete er gefasst ein: 'Wir haben verdient einen Punkt mitgenommen. Wenn das Glück etwas mehr auf unserer Seite gewesen wäre, hätten wir drei Punkte geholt.'
Auch in der Analyse der Spielinhalte blieb Vorderwinkler nah an dem, was die Zuschauer gesehen hatten: viel Zweikampf, viel Verteidigungsarbeit, wenig Hektik. 'Strittige Situationen gab es eigentlich weniger. Der Schiedsrichter hatte das Spiel gut im Griff', lobte er die ruhige Linie des Unparteiischen. Und er sah beidseitig beherzte Abwehrarbeit: 'Auf beiden Seiten gab es sehr starke Abwehraktionen, man hat gemerkt, dass beide alles geben.'
Das erklärt das lange 0:0 ebenso wie die knappe Schlussphase, in der ein einzelner Moment auf beiden Seiten reichte, um den Spielstand zu verändern. Unterm Strich blieb es, so sein Fazit, 'ein sehr ausgeglichenes Spiel' – mit dem späten 1:1 als gerechtem Lohn für den Aufwand beider Teams.
Respekt hatte er auch für den Gegner übrig. 'Ried spielt einen sehr körperbetonten Fußball und setzt seine Qualitäten gut ein', sagte Vorderwinkler, schob aber fair hinterher: 'Vielleicht hatten sie auch schon bessere Tage.'
Für Molln, aktuell im unteren Tabellendrittel unterwegs, zählen solche Auftritte doppelt. 'Wir haben mit sehr viel Selbstbewusstsein gespielt. Keiner hat sich einen Zentimeter gespart', betonte er und bedankte sich bei der gesamten Gemeinschaft: 'Funktionäre, Spieler, Zuschauer – alle ziehen an einem Strang.' Und der Ausblick fiel bewusst positiv aus: 'Wir hoffen auf das Glück des Tüchtigen und sind überzeugt, dass wir in den nächsten Wochen Erfolge erzielen.'