In der 1. Klasse Ost feierte die SPG SK/ATSV Vorwärts Steyr gegen die Sportunion Wartberg an der Krems einen klaren 4:1-Heimsieg. Aus Sicht von Trainer Manuel Schönberger war es vor allem eine Sache der Ordnung: „Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, der Gegner hatte kaum Chancen.“ Nach dem 1:1 zur Pause legten seine Jungs nach und machten die Partie in Hälfte zwei zu. Besonders das 2:1 und 3:1 gaben den Ton an – so die knappe, aber deutliche Analyse des Trainers. Am Ende stand ein verdienter Erfolg, getragen von Disziplin gegen den Ball.

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Vorwärts/ATSV erwischte den besseren Start, blieb geduldig und ging nach 17 Minuten in Führung: Marco Schorkopf traf zum 1:0 und setzte den ersten klaren Akzent. In einer Partie, die aus Heim-Sicht kontrolliert wirkte, kam die kalte Dusche spät: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte lenkte Bilal Telbiz den Ball unglücklich ins eigene Tor – 1:1 in Minute 45+1, kurz darauf war Pause.
„Grundsätzlich hatten wir das Spiel unter Kontrolle. Der Gegner hatte kaum Chancen“, ordnete Manuel Schönberger auch diesen Rückschlag gelassen ein. Seine Mannschaft ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, blieb strukturiert und hielt an der klaren Linie fest, die sie sich für diesen Abend vorgenommen hatte.
Nach dem Seitenwechsel zog Vorwärts/ATSV die Zügel an. In Minute 59 brachte Kevin Müller die Hausherren wieder vorne – das wichtige 2:1. Nur wenig später legte Albin Dzafic nach: Erst erhöhte er in Minute 70 auf 3:1, drei Minuten später stellte er mit seinem Doppelpack den 4:1-Endstand her (73.). Schönberger hob genau diese Phase hervor: „In der zweiten Halbzeit waren das 2:1 und 3:1 für uns sehr wichtig.“
Der Trainer sah den Schlüssel im kollektiven Arbeiten: „Besonders gut funktioniert hat die taktische Disziplin gegen den Ball.“ Vorwärts/ATSV blieb am Drücker, ließ hinten wenig zu und brachte die komfortable Führung abgeklärt über die Zeit – passend zu Schönbergers Fazit: „Wir haben diszipliniert gespielt, dem Gegner gegen den Ball keine Chance gelassen und so gewonnen.“
In der Analyse blieb der Coach bei seinem roten Faden. Auf die Frage, was Wartberg/Krems gut gemacht habe, antwortete er knapp: „Nein.“ Damit wollte er weniger den Gegner kritisieren, sondern den Eindruck unterstreichen, dass seine Elf an diesem Abend die wichtigen Räume kontrollierte und wenig zuließ. Auch zum Unparteiischen fand Schönberger nüchterne Worte: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Strittige Situationen gab es nicht.“ Das passte zum gesamten Auftritt: ruhig, konzentriert, ohne Hektik. Im Duell zweier Tabellennachbarn – Fünfter gegen Sechster – setzte Vorwärts/ATSV ein Ausrufezeichen und hielt Wartberg/Krems auf Distanz. Für die Steyrer gilt es nun, diese Stabilität mitzunehmen und die gezeigte Disziplin gegen den Ball in den kommenden Wochen zu bestätigen.