In der 1. Klasse Ost setzte sich Union St. Marien bei Union Ried im Traunkreis mit 3:1 durch. Die Gäste führten früh und nahmen den Schwung bis in die zweite Hälfte mit, ehe Ried spät Ergebniskosmetik betrieb. St. Mariens Trainer Philipp Eder sprach von einem souveränen Auftritt, getragen von Leidenschaft und klaren Zweikämpfen sowie einem frühen Standard. Unterm Strich stand ein verdienter Auswärtssieg, der sich über weite Strecken abgezeichnet hatte.

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St. Marien erwischte den besseren Start und stellte die Weichen schon nach sechs Minuten: Dario Culjak traf zum 0:1 und nahm der Partie die erste Nervosität. Trainer Philipp Eder ordnete den Auftakt als Standard ein: "Gleich am Beginn war es ein direkter Freistoß unserer Nummer drei." Mit der Führung im Rücken hatten die Gäste mehr vom Spiel, blieben griffig in den Zweikämpfen und ließen hinten wenig zu. Ried versuchte, Ruhe in den Aufbau zu bringen, konnte sich aber lange keine klaren Möglichkeiten erspielen. Kurz vor der Pause legte Daniel Radman nach und erhöhte in Minute 43 auf 0:2 – ein idealer Zeitpunkt, um dem Match eine klare Richtung zu geben. Zur Halbzeit stand es 0:2, St. Marien hatte das Spiel im Griff und der Plan der Gäste trug sichtbar Früchte.
Aus der Kabine kamen die Gäste mit demselben Zug aufs Feld. Nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff stellte Felix Mitterbaur auf 0:3 (52.) und verschaffte St. Marien die komfortable Führung. Eder fasste das Gesamtbild knapp zusammen: "Es war ein sehr souveräner Auftritt meiner Mannschaft." Woran lag es? "Besonders gut haben Leidenschaft und Zweikampfverhalten funktioniert", sagte der Trainer und betonte das, was in solchen Spielen zählt. Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen den Teams meinte er: "Wir wollten es mehr, hatten mehr Zug im Spiel und haben einen tollen Treffer erzielt." Zum Gegner blieb er kurz und respektvoll: "Wir haben sie abgeholt." Ried kam zwar über den Kampf wieder besser hinein, musste dem Rückstand aber ständig hinterherlaufen.
In der Schlussphase belohnte sich Ried zumindest noch mit dem Anschlusstreffer: Leon Covic traf in Minute 80 zum 1:3. Am Ausgang änderte das nichts mehr, weil St. Marien über weite Strecken die Kontrolle behielt und die Führung sauber verteidigte. Auch dazu passte Eders Eindruck vom Geschehen: "Es hat keine einzige Situation gegeben, die zu diskutieren wäre, und der Schiedsrichter war sehr, sehr stark." In der Tabelle steht Ried nach 21 Runden auf Rang 4, St. Marien auf Rang 7 – der Auswärtssieg unterstreicht das stabile Mittelfeld der Gäste. Für Eder ist die Marschrichtung klar: auf diesem Auftritt aufbauen, den Zug beibehalten und die Leidenschaft wieder Woche für Woche auf den Platz bringen.