In der 1. Klasse Ost hat der FC Union Steinerkirchen den SV Molln mit 2:1 besiegt. Jan Panholzer stellte früh die Weichen, Christoph Heinl legte noch vor der Pause nach, ehe Molln in der langen Nachspielzeit nur noch verkürzte. In Minute 88 mussten die Gäste zudem in Unterzahl weiterspielen. Trainer Mario Verlende zeigte sich danach sehr zufrieden: "Wir waren über 90 Minuten besser – kämpferisch und läuferisch – und haben unseren Plan durchgezogen."

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Steinerkirchen erwischte den besseren Start und belohnte sich rasch: Nach zehn Minuten stellte Jan Panholzer auf 1:0, der frühe Treffer gab den Hausherren sichtlich Ruhe. Bis zur Pause blieb das Heimteam am Drücker und legte kurz vor dem Seitenwechsel nach: In der 43. Minute erhöhte Christoph Heinl auf 2:0, womit es auch in die Kabinen ging. Nach der Pause arbeitete Steinerkirchen konsequent weiter, ließ hinten wenig zu und verteidigte das Ergebnis über lange Zeit stabil. Molln beendete die Partie nach einer Roten Karte gegen Marlin Thomas Joe Holli in der 88. Minute in Unterzahl, kam aber dennoch in der fünften Minute der Nachspielzeit durch David Laglstorfer noch zum 2:1-Anschluss. Mehr passierte nicht – Steinerkirchen brachte den Heimsieg über die Distanz.
Mario Verlende erlebte den Abend so, wie er ihn sich vorgenommen hatte: "Wir waren über 90 Minuten besser – kämpferisch besser, läuferisch besser. Wir hatten eine Taktik, und die Mannschaft hat genau das verfolgt, was ich vorgegeben habe." Den Moment, in dem er merkte, dass das Spiel kippt, sah er klar: "Das war beim 1:0 und beim 2:0." Schon vor dem Anpfiff spürte der Coach die richtige Spannung in seiner Truppe: "Schon beim Aufwärmen habe ich gesehen, dass die Mannschaft will. In der Besprechung waren alle diszipliniert, haben aufgepasst und wussten genau, was ich vorhabe und was wir als Mannschaft wollen." Für Verlende war es die Mischung aus Plan, Laufarbeit und Haltung, die den Ausschlag gab.
Besonders angetan war der Trainer vom zweiten Treffer kurz vor der Pause: "Das 2:0 war wie aus dem Bilderbuch – ein, zwei Ballkontakte, und dann war der Ball drin. So etwas sieht man nicht einmal in der Bundesliga so sauber durch." Auf die größte Stärke an diesem Tag angesprochen, kam die Antwort prompt: "Läuferisch und Einstellung." Gleichzeitig blieb Verlende selbstkritisch: "Bei Eckbällen haben wir definitiv noch Luft nach oben." Lob gab es auch für das Umfeld: "Ich bin sehr stolz auf unsere Zuschauer. Sie haben uns wieder voll begeistert, und ich bin als Trainer richtig stolz auf die Mannschaft." Zum Gegner wollte er sich nicht groß äußern: "Das steht mir nicht zu." Und zur Leitung am Feld fand er versöhnliche Worte: "Mit der Schiedsrichterleistung war ich zufrieden. Es war ein ganz junger Schiedsrichter, er hat sich Mühe gegeben." Mit diesem Heimsieg und einem starken Auftritt im Rücken will Steinerkirchen den Schwung nun mitnehmen – der Auftritt gegen Molln liefert dafür eine gute Grundlage.