Spielberichte

„Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden“ – Union Ried im Traunkreis hält am ruhigen Sommerkurs fest

Union Ried/Trkr.

In der 1. Klasse Ost hat Union Ried im Traunkreis die Saison nach dem 4:0 gegen FC Aschach/Steyr als Fünfter beendet. Sportlicher Leiter Ernst Angerer spricht nach einem kurzen Hänger am Ende dennoch von einer Runde, mit der man „im Großen und Ganzen zufrieden“ sei. Der Sommer verläuft dazu passend ruhig: ein Abgang, keine Neuzugänge und ein unverändertes Trainerteam prägen die Lage beim Tabellenfünften.

Zwei Spieler in weißen und roten Dressen im Zweikampf um den Ball

Foto von Emma Benedict auf Unsplash

Konstant vorne dabei, auch wenn nicht alles glattlief

Dass Union Ried im Traunkreis die Spielzeit am Ende auf Rang fünf abgeschlossen hat, passt gut zu Angerers nüchterner Einordnung. „Prinzipiell sind wir mit der Saison zufrieden“, sagt der sportliche Leiter und beschreibt damit eine Runde, in der seine Mannschaft immer wieder gezeigt hat, dass sie in dieser Liga vorne mitspielen kann. Nach Platz zehn zum Auftakt ging es rasch nach oben, nach acht Runden lag Union Ried im Traunkreis bereits auf Rang zwei. Danach hielt sich das Team lange in der Spitzengruppe, fiel nie weit zurück und bewegte sich über Monate konstant unter den besten fünf Mannschaften. Auch den Meister ordnet Angerer ohne Umschweife ein: „Der Meistertitel von Hofkirchen war natürlich unumstritten. Wir gratulieren Hofkirchen nochmals zum Meister. Sie haben eine souveräne Saison gespielt.“ Damit ist auch die eigene Saison gut beschrieben: nicht ganz auf dem Niveau des Ersten, aber stabil genug, um sich weit oben festzusetzen.

Der Hänger kam spät, der Abschluss blieb versöhnlich

Den Punkt, an dem die Saison kurz ins Wackeln geriet, spricht Angerer offen an. „Wir haben einen kurzen Hänger am Ende der Saison gehabt, aber mit zwei Siegen war das zum Schluss noch einmal ein versöhnlicher Abschluss“, sagt er. Die Ergebnisse der letzten Wochen spiegeln das ziemlich genau wider. Zunächst setzte es ein 0:6 gegen Sportunion Hofkirchen/Trk, danach folgten ein 1:2 gegen SV Sierning und ein weiteres 1:2 gegen Union Neuhofen. Diese Phase drückte die gute Ausgangslage noch einmal etwas nach unten. Umso wichtiger war es für Union Ried im Traunkreis, dass die Mannschaft danach sofort wieder ein klares Zeichen setzte. Mit dem 5:0 gegen FC Steinerkirchen und dem 4:0 gegen FC Aschach/Steyr zog das Team einen starken Schlusspunkt unter die Saison. Aus Sicht des sportlichen Leiters war genau das entscheidend, weil damit nicht ein Durchhänger, sondern ein positiver Eindruck in die Sommerpause mitgenommen wurde.

Im Kader bleibt es ruhig, das Kollektiv steht weiter im Mittelpunkt

Auch personell ist die Lage bei Union Ried im Traunkreis überschaubar. Mit Simon Kiesenhofer verlässt ein Stürmer den Verein. Viel mehr Bewegung gibt es derzeit aber nicht. „Sonst sollten eigentlich alle bleiben“, sagt Angerer, der auch bei den Neuzugängen noch nichts vermelden kann. Dazu kommt, dass sich im sportlichen Umfeld nichts verändert. „Der Trainer bleibt wie gehabt. Das Trainerteam bleibt auch bestehen“, betont der Funktionär. "Sollte alles passen“, sagt Angerer auf die Frage nach Verletzten oder angeschlagenen Spielern. Bei der internen Bewertung hebt er bewusst nicht einzelne Akteure heraus. „Ich möchte eigentlich keinen hervorheben, da die ganze Mannschaft die ganze Saison über eine gute Leistung gebracht hat.“ Nur Sandor Nagy nennt er ausdrücklich als „große Stütze“, ohne dabei vom Grundsatz abzurücken, dass für Ried im Traunkreis vor allem das Kollektiv zählt.

Junge Spieler, Fairnesspreis und ein klarer Plan für den Sommer

Neben dem Abschneiden der Kampfmannschaft gibt es im Verein noch mehrere Punkte, auf die Angerer mit sichtbarer Zufriedenheit blickt. Besonders wichtig ist ihm, dass viele junge Spieler bereits Spielminuten sammeln konnten. „Wir sind stolz darauf, dass sehr viele junge Spieler Spielminuten gekriegt haben“, sagt er. Dazu kommt der zweite Platz in der U24-Tabelle, den der sportliche Leiter ebenfalls hervorhebt. Auch der Fairnessbewerb in der Liga ging an Union Ried im Traunkreis. „Den Fairnessbewerb in unserer Liga haben wir auch gewonnen. Darauf sind wir auch stolz“, sagt Angerer. Im Vereinsumfeld gibt es außerdem erfreuliche Nachrichten von den Damen, deren Spielgemeinschaft in die Landesliga aufgestiegen ist. Das werde bei der Platzvergabe „eine kleine Herausforderung“, ansonsten bleibe aber „eigentlich alles beim Alten“. Der Blick geht deshalb schon klar nach vorne: Der Trainingsstart ist in der kommenden Woche angesetzt, der Testspielkalender ist laut Angerer bereits voll. Nach einer ruhigen, aber soliden Saison will Union Ried im Traunkreis also genau dort weitermachen, wo die Mannschaft mit zwei klaren Siegen aufgehört hat.