Der 1. Klasse Ost-Dritte SV Sierning geht mit klaren Lehren aus dem Frühjahr in die neue Saison. Trainer Dominik Ebner blickt auf eine Halbserie zurück, in der viele Ausfälle kompensiert werden mussten und in der sich laut ihm gezeigt hat, dass die Kaderbreite nicht immer ausreichte. Genau dort hat der Verein in der Übertrittszeit angesetzt – mit mehreren Neuzugängen und dem klaren Ziel, als geschlossene Einheit in die neue Saison zu starten.

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Dominik Ebner macht im Rückblick keinen Bogen um das zentrale Thema der vergangenen Monate. "Im Frühjahr haben wir sehr viele Ausfälle kompensieren müssen und gemerkt, dass die Kaderbreite teilweise nicht ausreichend war", sagt der Trainer. Gerade deshalb ordnet er die zurückliegende Phase nicht nur über die nackten Zahlen ein, sondern vor allem über die Erfahrungen, die seine Mannschaft dabei sammeln musste. "Wir haben Spiele manchmal unglücklich verloren", sagt Ebner, und genau dieser Punkt war für ihn ein wichtiger Lerneffekt. Dass SV Sierning die Saison dennoch auf Rang drei mit 51 Punkten beendet hat, zeigt aber auch, dass die Mannschaft vieles aufgefangen hat. Besonders die letzten fünf Runden sprechen eine klare Sprache: Auf Siege gegen Union Neuhofen, Union Ried/Trkr. und FC Steinerkirchen folgten zum Abschluss ein 0:0 gegen FC Aschach/Steyr und ein 1:1 gegen ATSV Stein. Der Endspurt verlief also ohne Niederlage, was gut zu Ebners Eindruck passt, dass seine Mannschaft aus schwierigen Wochen einiges mitgenommen hat.
Weil im Frühjahr sichtbar geworden ist, wo der Kader noch anfällig war, hat SV Sierning in der Übertrittszeit gezielt reagiert. "Daran haben wir in der Übertrittszeit gearbeitet", sagt Ebner, der damit vor allem die Breite des Aufgebots anspricht. Mit Simon Pranzl kommt ein Spieler von Neuzeug, der laut Ebner über außen helfen soll und zusätzlich auch als Co-Trainer eingebunden wird. Ebenfalls von Neuzeug stößt Patrick Ratzenböck dazu, den der Trainer als universell einsetzbar beschreibt. Für die Offensive wurden mit Dennis Dobrezberger von Kremsmünster und Levente Zsigmond zwei weitere Optionen geholt, während Markus Neustifter von Haidershofen die Innenverteidigung verstärken soll. Auf der Abgangsseite stehen mit Manuel & Marcel Gudeljevic, Dietachmair Martin und Florian Winkler vier Spieler, die bisher zum Aufgebot gehörten. Unterm Strich ist klar zu erkennen, welchen Weg der Verein einschlägt: mehr Möglichkeiten im Kader, mehr Absicherung bei Ausfällen, größerer Kampf ums Leiberl und mehr Varianten für die neue Saison.
Neben den personellen Fragen blickt man in Sierning auch deshalb positiv nach vorne, weil die Voraussetzungen vor dem Start gut sind. Der Trainingsauftakt steht erst am Montag an, langfristige Ausfälle gibt es laut Ebner derzeit aber keine. "Momentan sind alle fit", sagt der Trainer, und gerade nach den Erfahrungen des Frühjahrs ist das eine wichtige Nachricht. Noch wichtiger ist ihm allerdings, was seine Mannschaft aus den vergangenen Monaten mitgenommen hat. "Wir sind als ganze Mannschaft enger zusammengerückt", betont Ebner. Daraus leitet er auch den Anspruch für die kommende Saison ab: "Wir haben gemerkt, dass wir uns nicht immer darauf verlassen können, dass wir mit unserer Qualität Spiele gewinnen, sondern dass wir auch andere Qualitäten an den Tag legen müssen." Ebner spricht außerdem von einigen bitteren Niederlagen, aus denen seine Mannschaft aber gut gelernt habe. Parallel dazu wird im Vereinsumfeld am Flutlicht am Hauptfeld gearbeitet. Sportlich ist die Marschrichtung ohnehin klar formuliert: "Für uns ist jetzt einfach wichtig, eine geschlossene Einheit zu werden, als Mannschaft in die neue Saison zu starten und einfach erfolgreich Fußball zu spielen."