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„Die letzten sieben Runden stimmen uns positiv“ – Union St. Marien geht mit viel Rückenwind in den Herbst

Union St. Marien

Nach Platz vier in der 1. Klasse Ost blickt Union St. Marien mit einem guten Gefühl auf die vergangenen Monate zurück. Trainer Philipp Eder spricht von einem soliden Frühjahr, auch wenn der Start holprig gewesen sei und unnötige Punkte liegen geblieben seien. Entscheidend für den positiven Gesamteindruck war der starke Schlussspurt, der das Vertrauen in das vorhandene Potenzial noch einmal deutlich gestärkt hat.

Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

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Holpriger Beginn, dann kam der Lauf

Philipp Eder zeichnet den Verlauf der Saisonhälfte ziemlich klar nach. „Unterm Strich haben wir ein solides Frühjahr gezeigt“, sagt der Trainer, verschweigt aber nicht, dass der Weg dorthin nicht geradlinig war. „Der Start war ein wenig holprig. Da waren ein paar unnötige Niederlagen oder Punkteverluste dabei“, so Eder. Gerade deshalb fällt sein Fazit am Ende dennoch positiv aus, weil Union St. Marien in den letzten Wochen noch einmal deutlich zugelegt hat. Der vierte Tabellenplatz mit 46 Punkten ist dafür ein sichtbarer Beleg. Vor allem der Schlussspurt gibt der Mannschaft recht. Die letzten fünf Partien wurden allesamt gewonnen: 4:1 gegen FC Steinerkirchen, 2:0 bei FC Aschach/Steyr, 6:3 gegen ATSV Stein, 4:2 bei Union Wartberg/Kr. und 3:2 gegen Vorwärts/ATSV Steyr. Eder bringt diesen Endspurt auf eine einfache Formel: „Die letzten sieben Runden zeigen das, was eigentlich für ein Potenzial da ist.“

Verletzungen aufgefangen, Kader bleibt zusammen

Ein zentrales Thema waren in St. Marien in den vergangenen Monaten die personellen Ausfälle. Eder macht keinen Hehl daraus, dass die Mannschaft immer wieder damit umgehen musste. „Wir haben leider immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen gehabt“, sagt er. Umso höher bewertet er, wie seine Mannschaft darauf reagiert hat. Einzelne Spieler wollte der Trainer bewusst nicht herausheben, stattdessen stellt er den gesamten Kader in den Vordergrund. „Der komplette Kader ist top, weil sich jeder Spieler vor allem zum Schluss hin noch einmal gut entwickelt hat“, erklärt Eder. Genau darin sieht er auch einen wesentlichen Grund, warum Union St. Marien die schwierigen Phasen überstanden hat. „Die Ausfälle haben wir stark kompensieren können“, sagt der Trainer. Für die kommende Zeit bleibt die personelle Linie klar: Es gibt keine Abgänge und auch im Trainer- sowie Funktionärsstab hat sich nichts verändert. Diese Konstanz passt gut zu der Entwicklung, die der Verein in den letzten Wochen genommen hat.

Ruhiger Sommer, aber kein Stillstand

Auch mit Blick auf den Start in die neue Saison bleibt Eder sachlich, aber durchaus zuversichtlich. Ganz sorgenfrei ist die Lage personell noch nicht, denn „grundsätzlich sind alle angeschlagenen Spieler wieder am Weg der Besserung“, gleichzeitig rechnet der Trainer aber „noch mit zwei, drei Ausfällen zu Saisonbeginn“. Ein Langzeitverletzter soll erst im Winter wieder zur Mannschaft stoßen. Trotzdem überwiegt klar der positive Eindruck, weil der Verein ohne größere Unruhe in die nächste Phase gehen kann. Auffällig ist dabei auch, wie Eder über das Umfeld spricht. Einen anderen Verein aus der Liga wollte er bewusst nicht besonders hervorheben, gratulierte aber Sportunion Hofkirchen/Trk zum Aufstieg und wünschte auch ASKÖ Vorchdorf alles Gute. Das passt zu seinem gesamten Auftritt: keine großen Töne, keine Einzelspieler im Mittelpunkt, dafür ein klarer Blick auf die eigene Gruppe. Nach einem soliden Frühjahr, einem starken Finish und einem unveränderten Gerüst geht Union St. Marien mit nachvollziehbarem Selbstvertrauen in den Herbst.