In der 1. Klasse Süd-West empfing Co-Trainer Julian Leitner mit WSV-ATSV Ranshofen den ATSV Mattighofen zum 13. Spieltag. Die Ranshofner setzten sich mit 3:1 durch und sammelten wichtige Zähler im Rennen um die oberen Tabellenplätze. Nach einem Rückstand zur Pause drehte die Heimelf das Spiel eindrucksvoll und dominierte die zweite Hälfte. Leitner, der aufgrund einer Verletzung des Stammtorhüters selbst zwischen den Pfosten stand, sprach anschließend über Schlüsselmomente, taktische Disziplin und die besondere Herausforderung im Tor. Mit dem Sieg festigt Ranshofen Rang sechs und hält den Anschluss an die Spitzengruppe, während Mattighofen auf Platz acht bleibt.
Die Partie begann ausgeglichen, ehe die Gäste kurz vor dem Seitenwechsel zuschlugen: In der 41. Minute brachte Musa Ahmetovic den ATSV mit 0:1 in Führung. Ranshofen kam mit viel Schwung aus der Kabine – in der 54. Minute stellte Mario Gann auf 1:1. Die Gastgeber übernahmen nun mehr und mehr die Kontrolle und drängten auf die Führung. In der 83. Minute traf Tom Kreilinger sehenswert zum 2:1, ehe Ahmo Jasarevic in der 90. Minute mit dem 3:1 alles klar machte. „Im Großen und Ganzen war das 3:1 auch in dieser Höhe verdient“, resümierte Leitner.
Ein besonderer Fokus lag auf der Torhüterposition: Da der etatmäßige Keeper verletzungsbedingt ausfiel, stellte sich Julian Leitner selbst ins Tor – und überzeugte mit mehreren Paraden. Besonders in der 85. Minute, beim Stand von 2:1, verhinderte Julian Leitner mit einer starken Reaktion den möglichen Ausgleich. „Ich bin eigentlich kein gelernter Torhüter, aber heute habe ich mich der Aufgabe gestellt und konnte meiner Mannschaft helfen“, erklärte Leitner.
Auch offensiv zeigte Ranshofen eine reife Vorstellung: „Wir haben die taktischen Vorgaben aus dem Training gut umgesetzt und uns an das gehalten, was wir in der Kabine besprochen haben.“ Den Ballbesitz schätzte Leitner auf etwa 70:30 zugunsten seiner Mannschaft, auch wenn Mattighofen mit schnellen Umschaltmomenten gefährlich blieb.
Auch der Unparteiische bekam lobende Worte: „Der Schiedsrichter hat heute sehr souverän geleitet; über einzelne Entscheidungen kann man immer diskutieren.“ Für die kommenden Aufgaben sieht Leitner sein Team gut gerüstet, auch wenn die Personalsituation auf der Torhüterposition angespannt bleibt: „Unser Stammtorhüter hat sich letzte Woche verletzt, wir müssen abwarten, wie schwer die Verletzung ist. Ansonsten sind wir vollzählig.“
Ranshofen will weiterhin attraktiven Fußball bieten und die Durchschlagskraft im letzten Drittel steigern. Mit dem überzeugenden 3:1 gegen Mattighofen hat das Team ein Ausrufezeichen gesetzt und blickt selbstbewusst auf die nächsten Herausforderungen.