In der 1. Klasse Süd-West prägten Intensität und klare Botschaften von Co-Trainer Manuel Andreas Duller die Einordnung des Duells zwischen UFC Lasco Lochen und der TSU Mitterbauer Handenberg. Duller sah Lochen zunächst mit Vorteilen im Spielfluss und betonte, dass die Gastgeber spielerische Akzente setzten und zu Chancen kamen. Handenberg überzeugte hingegen mit Effizienz und stabiler Defensive. Nach einer eiskalten ersten Hälfte der Gäste und einem ausgeglicheneren zweiten Durchgang blieb vor allem die Leistung des Handenberger Schlussmanns hängen – eine wesentliche Basis dafür, dass die Partie nach 3:0 zur Pause am Ende 3:1 endete.

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Duller schilderte den Verlauf nüchtern: In der ersten Halbzeit war Lochen „spielerisch etwas besser, auch mit einigen guten Tormöglichkeiten“, Handenberg hingegen „mit wenigen Chancen, aber sehr effektiv“. Entscheidender Faktor: die Torhüterleistung. „Insgesamt hatte Lochen im Chancenverhältnis ein Plus, einige Topchancen wurden jedoch durch den Handenberger Schlussmann Petar Alyoshev vereitelt.“ Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich das Geschehen „etwas ausgeglichener“, Lochen verkürzte auf 1:3 (Dominik Burgstaller) und drückte, doch die Gäste verteidigten konzentriert bis zum Schluss. Die Treffer vor der Pause für Handenberg erzielten Alexander Burgstaller (38.), Krasimir Balinski (40.) und Robert Eichberger (45.); für Lochen traf Dominik Burgstaller (52.).
Mit Blick auf die eigene Ausrichtung hob Duller die Wirkung gezielter Anpassungen hervor: „Die Aufstellung mit kleinen Anpassungen an die Spielweise von Lochen hat sehr gefruchtet – dadurch konnten wir die gegnerische Verteidigung höher anlaufen.“ Das höhere Anlaufen und kollektive Pressing sorgten immer wieder für Ballgewinne in vorderen Zonen und entlasteten die Abwehr – ein Aspekt, der gerade in der intensiven Anfangsphase den Unterschied machte.
Bei ruhenden Bällen verortete Duller Vorteile bei Lochen: „Ecken und Standards waren bei den Lochenern etwas gefährlicher, auf Handenberger Seite eher weniger. Allerdings entstand das 3:0 (Robert Eichberger) nach einem Eckball.“ In den Zweikämpfen bewegten sich beide Teams am Limit: „Zweikampfverhalten war auf Augenhöhe. Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt.“ Spät wurde es noch einmal hitzig: In der 88. Minute sah Lochens Julian Maislinger Rot. Für die nächsten Aufgaben nimmt Handenberg klare Lehren mit: „In der ersten Halbzeit ist defensiv noch Luft nach oben – einige Stellungsprobleme –, doch die Lochener konnten die Chancen nicht nützen. Unser offensives Anlaufen und das Pressing waren sehr gut und werden wir wohl auch in den nächsten Spielen forcieren.“ Als prägende Akteure der Gäste nannte Duller den Torhüter und einen Offensivmann: „Die zwei besten Spieler auf Handenberger Seite waren sicher Tormann Petar Alyoshev und Georgi Vlaychovski.“