Ein kleiner Platz, Derby, viel Intensität und ein klarer Tenor vom Coach: Für Patrick Petershofer und UFC Peterskirchen/Tumeltsham/Andrichsfurt wurde der Auftritt in Mehrnbach zum Charaktertest. Gegen die Union Mehrnbach blieb es zunächst eng, ehe die Partie nach der Pause kippte. „Grundsätzlich eine harte, intensive Partie auf dem kleinen Platz in Mehrnbach“, ordnete der Trainer ein – und verwies auf den Knackpunkt: „Die rote Karte hat uns natürlich geholfen obwohl wir auch ohne dieser an unseren Sieg glaubten.“ In der 1. Klasse Süd-West untermauert seine Mannschaft damit das anvisierte Top-drei-Ziel; aktuell steht der UFC Peterskirchen/Tumeltsham/Andrichsfurt auf Rang drei.

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Die Begegnung war dynamisch und hart geführt, die Zweikampfdichte prägte das Geschehen. Der Wendepunkt trat früh in der zweiten Halbzeit ein: In der 47 Minute sah Patrick Riedlmaier Rot, wodurch das personelle Gleichgewicht klar Richtung Gäste ausschlug. Bis dahin hatte sich ein robustes Spiel entwickelt, ohne dass eine der beiden Seiten in der ersten Hälfte im letzten Drittel echte Dominanz ausspielen konnte.
Schon die Pausenbilanz beschrieb der Trainer als chancenarm: „In der ersten Halbzeit hatten beide Mannschaften wenige Möglichkeiten, wobei Peterskirchen vielleicht die klarere Chance hatte und Mehrnbach mehr vom Spiel.“ Folgerichtig stand es zur Pause 0:0. Nach dem Platzverweis verschob sich die Statik deutlich: „In der zweiten Halbzeit waren wir einen Mann mehr, da hatten wir ein Chancenplus und haben die Tore gemacht.“ Das spiegelte sich auch im Ballbesitz: „Erste Halbzeit Mehrnbach, zweite Halbzeit klar Peterskirchen.“ Die entscheidenden Treffer fielen in der Folge: Manuel Zeppetzauer eröffnete zum 1:0 und erhöhte später auf 3:1, Nadir Barucic stellte zwischenzeitlich auf 2:1, und spät setzte Florian Penninger den Schlusspunkt zum 4:1. Für Mehrnbach glich Martin Haginger zwischenzeitlich zum 1:1 aus.
Ein wesentlicher Hebel lag bei ruhenden Bällen. „Wir haben zwei Tore aus Standardsituationen geschossen. – das trainieren wir regelmäßig“, betonte Petershofer. Zugleich hob er die Disziplin seiner Mannschaft hervor: „Es gibt definitiv Dinge, die ich beim nächsten Mal anders machen werde, aber die Jungs haben das perfekt umgesetzt. Sie haben gut gearbeitet, und von meiner Seite gibt es ein ganz großes Lob, wie sie aktuell mitziehen.“ Der Blick geht bewusst nach oben: „wir wollten nach dem Spiel Dritter in der Tabelle sein und ich hoffe das gibt uns Auftrieb für die nächsten Aufgaben. Wir wollen weiterhin erfolgreich Fußball spielen und so viele Punkte wie möglich einheimsen.“ Nach dem 4:1-Auswärtssieg und einer zweiten Halbzeit in Überzahl decken sich Anspruch und Realität: Der UFC Peterskirchen/Tumeltsham/Andrichsfurt steht auf Platz drei – ein Zwischenziel, das dem Team spürbar Rückenwind gibt.