Auswärts bei USV TOPFenster Pattigham/Pramet hat TSV Aurolzmünster in der 1. Klasse Süd-West einen reifen, disziplinierten Auftritt hingelegt – Trainer Sebastian Zinnöcker sprach von einem verdienten 1:0-Erfolg. Er hob die stabile Defensive, das geduldige Arbeiten in tiefer Staffelung und die starke Auswärtsunterstützung hervor. Nach einer roten Karte für die Gastgeber kippte die Partie spürbar; Kompaktheit, Entlastung und Effizienz prägten die Stimmung nach dem Schlusspfiff.

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Zinnöcker ordnete die Leistung klar über die Arbeit gegen den Ball: Sein Team habe „hinten sehr gut gestanden“. In einer Schlüsselszene der ersten Hälfte tauchte Sergen Yilmaz für Pattigham/Pramet frei vor dem Tor auf, doch der TSV-Keeper parierte stark. Kurz vor dem Seitenwechsel meldeten sich die Gäste offensiv an: „In der 45. Minute hätten wir das 1:0 machen können“, so der Coach. Mit konsequenter Absicherung in Umschaltmomenten und viel Laufarbeit blieb es zur Pause beim 0:0.
Direkt nach Wiederbeginn übernahm Pattigham/Pramet für rund eine Viertelstunde das Kommando, zwang Aurolzmünster zu intensiver Strafraumverteidigung und erspielte sich „sieben, acht Eckballaktionen hintereinander“. „Besonders die Standards der Hausherren waren sehr gefährlich, die wir aber super verteidigt haben“, bilanzierte Zinnöcker. In Minute 49 folgte die Wende: Nach der roten Karte gegen Oliver Danninger nutzte der TSV die Überzahl zunehmend. Der Lohn fiel spät: Christoph Penninger traf in der 80. Minute abgeklärt zum 1:0 und avancierte damit zum Matchwinner. In der 90. Minute sah bei den Gastgebern auch Patrick Träger Rot.
„Der Platz war sehr gut zu bespielen“, sagte Zinnöcker, betonte aber die vielen hohen Bälle als Folge der bewusst kompakten, tiefen Ordnung. Die Kulisse gefiel: „Im Großen und Ganzen war die Stimmung sehr gut, viele unserer Fans waren mit und haben das Ganze fast zu einem Heimspiel gemacht.“ Besonders hob er Jonas Reischenböck und Lukas Umdesch hervor – ergänzt um ein klares Lob für das Kollektiv: „Die gesamte Mannschaft war brutal stark und ganz, ganz wichtig.“