Im Nachbarschaftsduell der 1. Klasse Süd-West zwischen Union Raiffeisen Neukirchen/Enknach und TSU Handenberg erlebte Trainer Harald Erbschwendtner ein intensives, faires Derby mit wenigen klaren Chancen. Sein Fazit: „Es war sehr ausgeglichen, hochklassig und kampfbetont.“ Viele Zuschauer, starke Standards und der Glaube an den eigenen Plan prägten die Stimmung nach dem 0:2.

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Der Tenor nach Abpfiff: ein Duell auf Augenhöhe. Erbschwendtner betonte, man habe keinen Unterschied in der Tabellensituation gespürt. Die Rahmenbedingungen passten – der Platz war „sehr gut bespielbar“ –, und trotz vereinzelter Wortwechsel blieb alles im sportlichen Rahmen. Strittige Szenen gab es kaum. Torchancen waren rar, aber vorhanden: Die Hausherren setzten Nadelstiche, während Handenberg vor der Pause mit einem Distanzschuss knapp über die Querlatte die beste Annäherung verbuchte. Zur Halbzeit stand es 0:0 – Nuancen sollten entscheiden.
Genau so kam es: In Minute 51 traf Milos Bilic zum 0:1 für Handenberg und drehte den Rhythmus der Partie. Neukirchen/Enknach antwortete mit einer druckvollen Phase, der Ausgleich lag in der Luft – Simon Schrems setzte den Ball an die Querlatte. Wenige Minuten später entschieden die ruhenden Bälle: Eine Ecke segelte – leicht abgefälscht – direkt ins Tor, offiziell wurde der Treffer in Minute 63 Robert Eichberger zum 0:2 zugeschrieben. „Bei den Standardsituationen waren sie sehr gefährlich und auch wir waren da sehr gefährlich“, ordnete Erbschwendtner die Schlüsselmomente ein. Es war die typische Dramaturgie eines Derbys, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag gaben – vom Aluminiumtreffer auf der einen bis zum verwerteten Eckball auf der anderen Seite.
Individuelle Auszeichnungen stellte Erbschwendtner hinter die Kollektivleistung. Er hob eine geschlossene Vorstellung hervor, in der mehrere Akteure in den Zweikämpfen und im mannschaftsdienlichen Arbeiten überzeugten – besonders positiv erwähnte er Kevin Aigner und Mahmoud Merey.
Inhaltlich blickt der Coach zuversichtlich nach vorne: Der Matchplan sei „eh fast aufgegangen“, die jüngsten Derbys stets eng – oft entscheide das Quäntchen Glück. Der Kurs bleibt klar: konsequent arbeiten, von Spiel zu Spiel denken. „Jeder ist bereit, für den anderen durchs Feuer zu gehen – und ich bin überzeugt: Die Punkte werden kommen.“