Zwischen TSU Mitterbauer Handenberg und USV St. Pantaleon ging es in der 1. Klasse Süd-West intensiv zur Sache – taktisch geprägt, mit vielen Duellen und klarer Idee auf beiden Seiten. Trainer Mijo Ravlija ordnete die Partie klar ein, sprach von einem verdienten Sieg seines Teams und legte offen, warum kompakter Zugriff ab der zweiten Linie, viel Laufarbeit auf den Flügeln und ein präzise eingesetzter Zielspieler den Ausschlag gaben.

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Ravlija beschrieb eine Begegnung, in der der Gegner viel vom Ball hatte, seine Mannschaft aber den Raum kontrollierte und situativ zustellte: „Mehr Spielanteile und mehr Ballbesitz hatte der TSU Mitterbauer Handenberg – allerdings vorwiegend in der letzten Linie. Unser klares Ziel war es, kompakt zu stehen, die Innenverteidiger in Ruhe zu lassen und erst ab der zweiten Linie, bei den Sechsern, zu agieren.“ Dass der Matchplan aufging, führte er auf konsequente Flügelarbeit und klare Zielspieler-Läufe zurück: „Wir wussten, dass Handenberg viele diagonale Bälle spielen wird. Unsere Flügelspieler halfen konsequent in der Defensive mit, sodass aus Sicht des Gegners keine Überzahl entstand. Im eigenen Spiel suchten wir immer wieder unseren Zielspieler Tobias Fuchs, der viele Kopfballduelle gewann, Bälle weiterleitete oder klatschen ließ – und sich am Ende mit zwei Toren belohnte.“
Als herausragenden Akteur hob Ravlija einen Mittelfeldmann hervor, der auf ungewohnter Position überzeugte: „Julian Gerhartinger hat auf der Sechs in seiner neuen Rolle extrem viele wichtige Zweikämpfe – oft kurz vor dem Strafraum – gewonnen, viele Meter gemacht und gute Bälle gespielt.“ Sein antizipatives Arbeiten im Zentrum verlieh dem Team Stabilität und verschaffte den Flügeln sowie dem Zielspieler die nötige Absicherung.
Die Gäste setzten früh Nadelstiche: In der 24. Minute traf Tobias Fuchs zum 1:0. TSU Mitterbauer Handenberg blieb jedoch im Spiel und glich in der 36. Minute durch Milos Bilic zum 1:1 aus – zur Pause stand es 1:1. Nach dem Seitenwechsel bestätigte sich Ravlijas Einschätzung: Die Hausherren hatten längere Ballbesitzphasen im Aufbau, doch die Effektivität blieb auf Seiten des USV. In der 71. Minute stellte erneut Tobias Fuchs mit seinem zweiten Treffer auf 2:1 und setzte damit den Schlusspunkt.
Mit Blick auf die Personalsituation gab der Coach Entwarnung und formulierte das Nahziel klar: „Wir haben einen verletzten und einen gesperrten Spieler; einer kommt nächste Woche zurück. Dann sind alle wieder fit – und wir peilen die nächsten drei Punkte an.“ Zum Abschluss schickte er noch einen fairen Gruß über den Platzrand: „Ich wünsche dem TSU Mitterbauer Handenberg weiterhin alles Gute.“