Ein Derby mit klaren Kanten und viel Nervenstärke prägte den Nachmittag in Pischelsdorf – in der 1. Klasse Süd-West traf der FC Genino Pischelsdorf auf Union Raiffeisen Neukirchen/Enknach. Gästecoach Harald Erbschwendtner ordnete die Partie als weitgehend ausgeglichen ein, sprach vom Derbycharakter mit der klaren Devise, nicht zu verlieren, und hob die entscheidenden Paraden seines Torhüters hervor. Zugleich betonte er einen gelungenen Start nach Matchplan, diszipliniertes Auftreten und einen fitten Kader – zwei Teamkollegen adelte er als „Männer des Spiels“.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Der Tenor aus der Gäste-Kabine: Es war ein umkämpftes Spiel, das lange auf Messers Schneide stand. Erbschwendtner fasste das Kräftemessen so zusammen: „Das Spiel war ausgeglichen. Beide Mannschaften wussten, was auf dem Spiel steht – verlieren verboten. Wir hatten heute auch ein wenig das Glück auf unserer Seite, weil unser Torwart ein paar super Bälle rausgefischt hat, und wir haben das dann gut verteidigt.“ Genau diese Mischung aus Robustheit, Laufarbeit und Torwart-Glanzmomenten gab den Gästen in kritischen Phasen Halt und Selbstvertrauen.
Ein Schlüsselmoment kurz vor der Pause: Der Schlussmann der Gäste rettete in höchster Not – zur Halbzeit stand es 0:0. Direkt nach Wiederbeginn brachte Simon Schrems Neukirchen/Enknach mit 1:0 in Führung (47.), nur vier Minuten später glich Richard Steinwender zum 1:1 aus (51.). Mitte des zweiten Durchgangs stellte Michael Starlinger in Minute 66 mit einem platzierten Abschluss wieder auf 2:1 – ein Treffer, der den Schwung zurück auf die Gästeseite brachte und die strukturierte Defensivarbeit bis zum Schlusspfiff belohnte. „Nach unserem 2:1 hat unser Torwart noch zweimal stark gehalten“, so Erbschwendtner.
Erbschwendtners Fazit zum eigenen Auftritt begann bei der Frühphase, in der die Gäste ihren Plan sichtbar auf den Platz brachten: „Wir haben unseren Matchplan von Beginn an hervorragend umgesetzt, den Ball flach gehalten, über die Seiten verlagert und uns zu Chancen kombiniert.“ Zudem hob er die Disziplin seiner Truppe hervor. Und bei den herausragenden Einzelperformances legte er sich fest: „Für mich waren Elias Schneebichler und unser Goalie Michael Brunthaler die Männer des Spiels – beide mit starker Leistung.“ Diese Mischung aus klarer Struktur, Fitness und präzisen Aktionen in den entscheidenden Szenen prägte die Stimmung nach Abpfiff – zufrieden, aber geerdet.