Spielberichte

Werner Hartl (Trainer ATSV Mattighofen): "Wir waren 90 Minuten überlegen"

ATSV Mattighofen
UFC Riegerting

In der 1. Klasse Süd-West drehte der ATSV Mattighofen gegen den UFC Riegerting ein 0:2 spät noch zu einem 2:2 und holte nach großem Kampf einen Zähler. Trainer Werner Hartl sprach von einer klaren Dominanz über die gesamte Spielzeit und einem verdienten Ausgleich in der Nachspielzeit. „Mehr wäre möglich gewesen“, hielt er fest. Nach Toren von Michael Stüber, Daniel Kurtagic, Filip Avramovic und Adis Sistek blieb es am Ende bei der Punkteteilung – mit einem bemerkenswerten Freistoß als Schlusspunkt.

Fußball mit Sternen-Design auf Rasen

Foto von Daniel Norin auf Unsplash

Viel vom Spiel, aber kalt erwischt – Riegerting führt zur Pause

Mattighofen übernahm von Beginn an das Kommando, suchte den Weg nach vorne und hatte insgesamt mehr vom Spiel. Genau so beschreibt es Werner Hartl: „Wir waren neunzig Minuten überlegen.“ Zählbares gab es für seine Elf in der ersten Hälfte aber nicht. Stattdessen schlug Riegerting eiskalt zu: In Minute 31 brachte Michael Stüber die Gäste mit 0:1 in Front. Mit diesem Rückstand ging es auch in die Kabinen, zur Pause stand es 0:1. Nach dem Wiederanpfiff folgte der nächste Nackenschlag: Daniel Kurtagic erhöhte in der 54. Minute auf 0:2. Aus zwei guten Momenten machten die Gäste zwei Tore, während Mattighofen sich trotz viel Aufwand zunächst nicht belohnte – genau das Bild, das Hartl nach dem Spiel zeichnete.

Aufholjagd in Halbzeit zwei: Avramovic öffnet die Tür, Sistek trifft ganz spät

Die Hausherren ließen sich vom 0:2 nicht beirren, blieben am Drücker und wurden schließlich für den Aufwand bezahlt. In Minute 70 schlug Filip Avramovic zu und stellte auf 1:2 – der Anschlusstreffer brachte spürbar Schwung in die Schlussoffensive. Mattighofen hielt das Tempo hoch und drängte bis in die Nachspielzeit auf den Ausgleich. Dann die Szene, die der Trainer sofort hervorhob: „Letzte Minute, Freistoß von 45 Metern.“ Adis Sistek nahm sich in der 96. Minute den Ball und versenkte zum 2:2. Hartl ordnete den Treffer knapp, aber eindeutig ein: „Verdienter Ausgleich.“ Sein Zusatz blieb ebenso klar: „Mehr wäre möglich gewesen.“ Nach der langen Anlaufphase holte sich Mattighofen den Punkt, den die Leistung hergab.

Kampf und Kollektiv stimmen – Zeitspiel missfällt, aber Schiri „in Ordnung“

Inhaltlich war für Hartl vor allem eines entscheidend: „Das Kollektiv, der Kampf.“ Seine Mannschaft arbeitete bis zum Schluss, ging den weiten Weg und wurde spät belohnt – genau darauf wollte der Coach den Fokus legen. Gleichzeitig ließ er durchblicken, dass der Spielfluss aus seiner Sicht häufig stockte. „Viel Zeitspiel“, sagte Hartl über den Auftritt der Gäste und machte damit klar, was ihn störte. Auf Nachfragen zur Leitung des Unparteiischen blieb er sachlich: „Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Zwei, drei Situationen hätte man auch als Meter geben können.“ Mehr wollte er nicht nachtreten. Unterm Strich stand für ihn: Die eigene Haltung passte, der Punkt war verdient, und mit etwas mehr Durchschlagskraft wäre sogar der volle Erfolg drin gewesen.

Ein Punkt mit Wirkung – und klare Hausaufgaben für die nächsten Wochen

Sportlich bringt das 2:2 im Duell der 19. Runde beiden Teams je einen Zähler. Riegerting liegt in der aktuellen Tabelle auf Platz acht (25 Punkte), Mattighofen auf Rang elf (19 Punkte). Für die Hartl-Elf ist es vor allem ein moralischer Schub: Nach 0:2-Rückstand gegen einen soliden Gegner zurückzukommen und in Minute 96 per Standard zu treffen, stärkt das Selbstvertrauen. Der Trainer hat klar benannt, worauf es in den nächsten Wochen ankommt: an Kollektiv und Kampf anknüpfen, den hohen Aufwand früher belohnen, Chancen konsequenter fertigspielen. „Mehr wäre möglich gewesen“, sagte er – und genau dieses Gefühl will Mattighofen nun in Ergebnisse ummünzen. Der späte Ausgleich von Adis Sistek liefert dafür die passende Vorlage.

1. Klasse Süd-West: ATSV Mattighofen : Riegerting - 2:2 (0:1)

  • 96
    Adis Sistek 2:2
  • 70
    Filip Avramovic 1:2
  • 54
    Daniel Kurtagic 0:2
  • 31
    Michael Stüber 0:1