Auswärtscoup in der 1. Klasse Süd-West: TSU Mitterbauer Handenberg unterliegt dem WSV-ATSV Ranshofen mit 0:1. Den entscheidenden Treffer erzielte Ranshofen früh, danach wurde es ein zäher Abnützungskampf, den die Gäste über die Linie brachten. „Es war von Anfang an eine schwere Partie. In der ersten Halbzeit haben wir sehr guten Fußball gespielt, in der zweiten haben wir es über den Kampfgeist entschieden“, sagte Co-Trainer Julian Leitner nach einem intensiven Auswärtssieg beim Tabellenführer.

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Ranshofen legte in Handenberg los wie die Feuerwehr und suchte immer wieder die linke Bahn. „In den ersten zwanzig, dreißig Minuten haben wir sehr viel Tempo über die linke Seite gemacht“, erklärte Julian Leitner.
Genau über diese Schiene fiel auch das 0:1: Der agile Tom Kreilinger setzte sich außen durch und legte scharf zur Mitte – „unser Stürmer ist richtig eingelaufen und hat den Ball über die Linie gedrückt“, so Leitner zur Entstehung. Offiziell wurde der Treffer in der 18. Minute Samuel Forster gutgeschrieben. Ranshofen blieb dran und hätte laut Leitner „in der ersten Halbzeit noch ein, zwei Chancen gehabt, um auf 2:0 zu stellen“. Weil diese Möglichkeiten ungenutzt blieben, ging es mit einer knappen 0:1-Führung in die Pause, wie es auch der Pausenstand dokumentierte.
Nach Wiederanpfiff veränderte sich das Bild. Handenberg kam besser in die Zweikämpfe, Ranshofen ließ vorne den letzten Zug vermissen, und die Partie kippte in einen offenen Schlagabtausch. „Die Partie hat sich eigentlich neutralisiert, mit Chancen auf beiden Seiten – entweder zum 1:1 oder auch zum 2:0 auf unserer Seite“, schilderte Leitner. „Wir haben dann zusammengehalten und das Spiel auf unsere Seite rübergebracht“, betonte der Co-Trainer. In der Nachspielzeit lag die Vorentscheidung in der Luft: Ein weiter Ball auf Afonso Oiveira hätte das 2:0 bedeuten können. „Da hätte die Partie endgültig in unsere Richtung kippen können. So blieb es bis zum Schluss ein Spiel auf Messers Schneide“, so Leitner über nervenaufreibende Schlussminuten.
In der Analyse hob Leitner zwei Punkte deutlich hervor: „In der ersten Halbzeit haben wir sehr guten Fußball gespielt, in der zweiten haben wir es über den Kampfgeist entschieden.“ Genau dieser Fleiß war beim Tabellenführer gefragt, den Ranshofen mit viel Laufarbeit und Disziplin in Schach hielt. „Wir haben gegen den Tabellenführer gespielt, das war das erwartete schwere Spiel. Wir wussten um ihre enorme Qualität, konnten sie aber gut neutralisieren. Wir haben neunzig, fünfundneunzig Minuten gut dagegengehalten und das 1:0 über die Zeit gebracht“, sagte er.
Verbesserungspotenzial sieht der Co-Trainer in der Effizienz: „Wir hatten in Halbzeit eins ein paar Chancen, die wir leider liegen lassen. Da haben wir Nuancen zum Nachbessern in der Chancenauswertung.“ Mit Blick auf die Tabelle – Handenberg Erster mit 44 Punkten, Ranshofen Vierter mit 37 – passt der Trend dennoch: „Wir sind aktuell sehr gut drauf, seit mehr als zehn Spielen ungeschlagen und wollen das am Samstag fortsetzen.“