In der 1. Klasse Süd-West hat UFC Lasco Lochen eine schwierige erste Saisonphase noch in einen starken Schlussspurt verwandelt. Der Tabellensechste kam am Ende auf 44 Punkte und holte allein in der Rückrunde 26 Zähler. Trainer Peter Richter sieht die Gründe dafür vor allem in einer stabileren Defensive, Umstellungen in der Viererkette und einer Mannschaft, die den neuen Weg schnell angenommen und bis zum Schluss konsequent umgesetzt hat.

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Peter Richter macht keinen Hehl daraus, dass die Ausgangslage nach der ersten Saisonhälfte keine einfache war. Umso zufriedener fällt sein Blick auf die Monate danach aus. "Ich denke, dass wir nach der etwas durchwachsenen Hinrunde jetzt eine recht gute Rückrunde gespielt haben", sagt der Trainer von UFC Lasco Lochen. Besonders deutlich wird das beim Blick auf die nackten Zahlen. "Wir haben 26 Punkte geholt. Ziel waren 21 nach der verkorksten Vorrunde." Dass seine Mannschaft diese Marke nicht nur erreicht, sondern klar übertroffen hat, ist für Richter der entscheidende Punkt in seiner Bilanz. Noch aussagekräftiger ist für ihn allerdings die Konstanz zum Ende hin. "Von den letzten acht Spielen haben wir sieben gewonnen", sagt er. Genau diese Serie habe dafür gesorgt, dass man den Saisonverlauf in Lochen am Ende nicht mehr nur ordentlich, sondern "nach hinten raus auch doch noch sehr zufrieden" bewerten könne.
Den größten Unterschied sieht Richter in der Arbeit gegen den Ball. "Wir haben defensiv viel besser gestanden", sagt er, und er nennt auch gleich den Grund dafür. In der Viererkette wurde umgestellt, dazu kam eine veränderte Spielanlage. Für UFC Lasco Lochen war das offenbar kein kleiner Eingriff, sondern ein echter Richtungswechsel. Umso wichtiger war aus Sicht des Trainers, wie die Mannschaft darauf reagiert hat. "Das haben die Jungs gut aufgenommen", sagt Richter, der den Aufschwung ausdrücklich nicht an einzelnen Spielern festmacht. "Ich denke, dass wir sehr viel übers Kollektiv gekommen sind. Unsere sehr gute Defensivarbeit hat uns da jetzt doch in die Karten gespielt." Ganz fertig sieht er die Entwicklung aber noch nicht. Für den nächsten Schritt fordert er mehr Stabilität mit Ball, mehr Wucht im Spiel und vor allem mehr Qualität im letzten Drittel. "Wir versuchen jetzt, noch in der Physis eine Schippe draufzulegen und uns spielerisch noch zu verbessern, ballsicherer zu werden", erklärt Richter. Im Vordergrund stehe aber klar der Abschluss, "weil wir doch sehr viele Torchancen ausgelassen haben".
Rund um die Mannschaft setzt UFC Lasco Lochen auf Kontinuität. Im Trainerteam und auf Funktionärsebene gibt es laut Richter aktuell keine Veränderungen, auch sonst meldet der Verein keine größeren Neuerungen im Umfeld. Im Kader selbst bleibt der Stamm weitgehend zusammen, auch wenn vier Spieler ihre Karriere beendet haben. Richter spricht von einem Mittelstürmer, einem Innenverteidiger, einem Außenbahnspieler und einem Außenverteidiger, die nicht mehr zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird der Kader für die kommende Saison ergänzt. Mit Felix Mödlhammer kommt ein Außenverteidiger nach Lochen, Wolfgang Ulrich wechselt als Innenverteidiger von ATSV Mattighofen nach Lochen, Florian Pugl-Pichler soll die Außenbahn verstärken. Dazu bekommt UFC Lasco Lochen mit Lucian Stolojescu noch Zuwachs im Angriff aus Neukirchen an der Enknach. Der Sommer wird also nicht für einen großen Umbruch genutzt, sondern eher dafür, den Kader gezielt breiter und variabler zu machen.
In die Vorbereitung geht UFC Lasco Lochen nicht ganz ohne Sorgen, aber auch nicht mit einer langen Verletztenliste. Zwei Spieler werden laut Richter angeschlagen in den Sommer starten. Einer war über ein halbes Jahr mit einem Knorpelschaden außer Gefecht und soll nun wieder einsteigen, ein weiterer wird nach einem Kreuzbandanriss erst im September zurückerwartet. Das ändert aber nichts daran, dass der Trainer die Entwicklung insgesamt positiv sieht. Auch seine Einordnung der Liga passt dazu. "Die Liga war sehr eng, gerade im oberen Drittel war es ziemlich ausgeglichen", sagt Richter. Vor allem die ersten fünf Mannschaften hätten es "richtig gut gemacht". UFC Lasco Lochen hat sich knapp dahinter auf Rang sechs eingereiht und damit eine Basis geschaffen, auf der sich aufbauen lässt. Der Trainer klingt jedenfalls nicht nach Stillstand, sondern nach einem klaren Plan: defensiv das Niveau halten, körperlich zulegen und im letzten Drittel effizienter werden. Nach einer starken Rückrunde ist genau das nun die nächste Aufgabe.