Nach dem 3:4 im letzten Spiel gegen UFC PTA geht 1. Klasse Süd-West-Klub Union Woodstock St. Martin im Innkreis als Tabellenzehnter mit einer klaren Erkenntnis in die Pause: Die zweite Frühjahrshälfte hat gezeigt, dass die Richtung stimmt. Trainer Karl Osterkorn sieht vor allem die defensive Stabilisierung als Schlüssel, dazu kommt das klare Ziel, die Mannschaft im Herbst dauerhaft im Mittelfeld zu verankern.
Der Schlusspunkt der Saison war aus Sicht von Karl Osterkorn noch einmal ein enger und aussagekräftiger. Union Woodstock St. Martin im Innkreis verlor gegen UFC PTA mit 3:4, wobei der Trainer vor allem auf den Zeitpunkt der Entscheidung verwies. „Wir waren auf Augenhöhe, weil wir in den letzten Spielen sehr gut drauf waren, und dann haben wir in der 93. Minute das 4:3 bekommen“, sagte Osterkorn. Dass der Gegner am Ende ganz vorne stand, überrascht ihn trotzdem nicht. „Die sind würdige Meister“, meinte der Trainer und verwies darauf, dass im Kader des Spitzenreiters sehr viel Qualität steckt. Gleichzeitig klang aus seinen Worten aber auch heraus, dass St. Martin gerade in dieser Phase der Saison kein Team mehr war, das nur reagierte. Vielmehr hatte sich die Mannschaft so weit gefestigt, dass sie auch mit den Topteams der Liga mithalten konnte. Das lässt sich auch an den Ergebnissen der letzten Wochen ablesen: Auf das 3:3 gegen WSV-ATSV Ranshofen folgten ein 1:0 bei TSU Handenberg, ein 4:2 gegen Pischelsdorf und ein 1:1 gegen USV Pattigham/Pramet, ehe zum Abschluss das knappe 3:4 gegen UFC PTA stand.
Genau dort setzte Osterkorn in seinem Rückblick auch an. Der Trainer sprach offen darüber, dass es seiner Mannschaft zu Beginn der Saison nicht gelungen war, die nötige Sicherheit gegen den Ball aufzubauen. „Am Anfang haben wir Probleme gehabt, die Defensive zu stabilisieren“, sagte er. Gerade deshalb misst er der Entwicklung in der zweiten Hälfte des Frühjahrs einiges an Bedeutung bei. „Mitte der Frühjahrssaison sind wir besser reingekommen, haben uns gut stabilisiert und dann sind auch die guten Ergebnisse gekommen.“ Diese Aussage zieht sich wie ein roter Faden durch seine Einschätzung. St. Martin war in den ersten Monaten nicht konstant genug, hat dann aber Schritt für Schritt zu einer klareren Ordnung gefunden. Osterkorn hob dabei besonders die Arbeit in der Innenverteidigung hervor. „Sportlich haben wir uns in der Innenverteidigung immer besser stabilisiert“, sagte er und hob dabei die beiden Weilhartner hervor. Dazu kam, dass auch Daniel Klaffenböck vorne immer besser in Schwung kam. Aus Trainersicht war das kein Zufall, sondern die Folge davon, dass die Mannschaft insgesamt geschlossener auftrat und sich nicht mehr so leicht aus der Ordnung bringen ließ.
Mit Blick auf die kommende Saison gibt es bei Union Woodstock St. Martin im Innkreis keine großen Umbrüche im Umfeld, wohl aber einige Themen im Kader. Osterkorn bestätigte, dass ein Torhüter den Verein verlassen hat. Dazu kommen laut dem Trainer drei Neuzugänge, die den Konkurrenzkampf beleben sollen. Einen neuen Spieler holte der Verein aus der Salzburger 2. Landesliga, ein weiterer Zugang kommt aus dem Mühlviertel, außerdem stößt ein Jugendspieler dazu. Gleichzeitig muss St. Martin aber weiterhin einen schmerzhaften Ausfall kompensieren. „Adrian Schönberger hat das Kreuzband gerissen. Der fällt den ganzen Herbst aus“, sagte Osterkorn über einen Spieler, den er ausdrücklich als sehr wichtig einordnete. Änderungen im Trainerteam oder auf Funktionärsebene gibt es dagegen nicht. Auch das passt zum Bild, das der Trainer von seiner Mannschaft zeichnet: keine hektischen Schritte, sondern ruhige Weiterarbeit. „Ich hoffe, dass wir uns ein bisschen steigern können und wir uns in der Tabelle im Mittelfeld stabilisieren“, formulierte Osterkorn sein Ziel für die nächsten Monate. Nach einer Saison mit schwieriger Anfangsphase und deutlich besserem Finish ist damit ziemlich klar, worauf es in St. Martin im Herbst ankommen soll: Die Stabilität aus der zweiten Frühjahrshälfte muss vom ersten Spieltag an da sein.