Nach dem Duell in der 1. Klasse Süd zwischen dem SV Promot Roitham und dem ATSV Lenzing sprach Co-Trainer Jonas Zimmer-Grafinger von einem verdienten 2:0-Sieg und zeichnete das Bild eines körperlichen, aber fairen Spiels auf schwierigem Untergrund. „In dieser Liga ist jeder schlagbar. Wenn wir weiter so auftreten, konsequent arbeiten und auch das Quäntchen Glück auf unserer Seite haben, ist in jeder Partie etwas drin“, sagte er. Roitham überzeugte mit pragmatischen Lösungen, viel Laufarbeit und guter Balance im Ballbesitz – und das trotz einiger Verletzungssorgen.

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Die Partie trug klare Platzspuren: Der Rasen war in keinem guten Zustand, was die Spielqualität beeinträchtigte und beide Seiten zu vielen weiten Bällen zwang. Roitham versuchte dennoch, über saubere Auslöseaktionen und Kombinationen Tempo aufzunehmen. Im Ballbesitz sah Zimmer-Grafinger ein Plus für sein Team. Insgesamt war es ein intensiv geführtes, zugleich faires Duell ohne Überhärte oder Provokationen.
Roitham erspielte sich in der ersten Halbzeit „zwei, drei“ richtig große Möglichkeiten und ging früh in Front. Das 1:0 in Minute 13 fiel mit einer Portion Glück: Der Ball sprang von der Stange zurück, traf Filip Brkic und rollte über die Linie – offiziell als Eigentor für den ATSV Lenzing gewertet. Zwei weitere Großchancen im Eins-gegen-eins verpufften auf dem holprigen Untergrund. Lenzing meldete sich über einen Freistoß mit anschließendem Nachschuss – hauchdünn am Tor vorbei – sowie kurz vor der Pause über eine abgefälschte Flanke die einem Stürmer genau in den Lauf fiel; Roithams Sebastian Kroiss klärte mit energischem Einsatz. Zur Halbzeit stand es 1:0.
Im zweiten Durchgang ließ Roitham defensiv kaum mehr etwas Nennenswertes zu; Lenzing kam lediglich zu einem Weitschuss, der knapp über die Latte strich. Nach vorne setzten die Gastgeber mit Distanzversuchen und einem gefährlichen Kopfball nach einer Flanke Akzente. Auffällig waren zudem die langen Einwürfe – ein bewusst genutztes Mittel. Aus Ecken ergab sich auf beiden Seiten wenig, viele Hereingaben fanden keinen Abnehmer. Die Entscheidung fiel in Minute 82: Nach sauber vorbereitetem Angriff durch Matthias Aichinger wurde Lukas Hüttner im Rückraum freigespielt und vollendete konsequent zum 2:0.
Zimmer-Grafinger blickte selbstbewusst voraus: Wenn seine Mannschaft die Chancen weiter konsequent nützt und die Stürmer noch öfter in Abschlusspositionen bringt, „ist für uns in jedem Spiel etwas drin.“