Spielberichte

SV Kieninger-Bau Bad Goisern – Trainer Gerald Zwitter: "Mehr Entschlossenheit im letzten Drittel" – 1:2 im Derby

SV Bad Goisern
SV Ebensee 1922

Ein intensiv geführtes Derby mit klarer taktischer Prägung bestimmte den Nachmittag von SV Kieninger-Bau Bad Goisern gegen SV DAXNER Immobilien Ebensee 1922 in der 1. Klasse Süd. Nach einer starken Druckphase der Gastgeber nach dem Führungstreffer drehte Ebensee die Partie per Elfmeter – Endstand aus Bad Goiserner Sicht: 1:2. Trainer Gerald Zwitter lobte Zweikampfstärke und Kollektiv, forderte aber „mehr Entschlossenheit und Genauigkeit im letzten Drittel“ und haderte mit einer späten, aus seiner Sicht harten Strafstoß-Entscheidung. Überschattet wurde das Derby zudem von einer schweren Verletzung.

Ball auf Rasen

Foto von Michael Wright auf Unsplash

Derby im Takt: Führung, Druckphase und Aluminium

„Klassisches Derby, taktisch geprägt und mit vielen Zweikämpfen“, fasste Zwitter zusammen. Bei ausgeglichenem Ballbesitz setzte Bad Goisern das erste Ausrufezeichen: In der 33. Minute traf der 17-jährige Nicolas Kain zum 1:0. Beflügelt von der Führung erspielten sich die Gastgeber ein deutliches Chancenplus, ließen die Aktionen jedoch teils unsauber ausspielen oder scheiterten am Aluminium – einmal krachte der Ball an die Querlatte. Auch nach Eckbällen wurde Bad Goisern in dieser Phase mehrfach gefährlich. Kurz vor der Pause folgte die kalte Dusche: In der 40. Minute glich Ivan Fekiac für Ebensee zum 1:1 aus.

Die strittige Wende vom Punkt

Nach Wiederbeginn blieb das Duell eng, entschieden haben am Ende Nuancen und Effizienz. Die Schlüsselszene aus Zwitters Sicht: In der 75. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem umstrittenen Handspiel (Schuss auf die Schulter) auf den Punkt, Manuel Schmidl verwandelte sicher zum 1:2. Zwitter sprach von einer harten, fragwürdigen Entscheidung und verwies zugleich auf zwei mögliche Elfmetersituationen für seine Mannschaft, die ungeahndet blieben.

Schockmoment, Teamspirit und Lehren

Für einen Schockmoment sorgte die 53. Minute: Nach einem Foul stürzte Ebensees Nico Diesenberger unglücklich auf die Schulter und zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu. Zwitter schickte umgehend Genesungswünsche: Alles Gute und rasche Rückkehr! Generell zeigte sich der Trainer stolz auf den Teamspirit seiner  Elf: Vier Stammspieler fehlten, dennoch habe man den Matchplan großteils umgesetzt und sei für den Aufwand nicht belohnt worden. Für die nächsten Wochen gibt Zwitter die Marschroute vor: „Wir kommen zu guten Chancen, haben super Gegenpressing-Momente – die müssen wir im letzten Drittel konsequenter und genauer zu Ende spielen.“ Zugleich anerkannte er die aktuelle Form des Gegners: Ebensee habe derzeit das berühmte Quantum Glück und die Qualität, aus zwei, drei Aktionen Tore zu machen – wie an diesem Nachmittag durch Fekiac und Schmidl eindrucksvoll gezeigt. Ein Unentschieden wäre leistungsgerecht gewesen 

1. Klasse Süd: Bad Goisern : SV Ebensee 1922 - 1:2 (1:1)

  • 75
    Manuel Schmidl 1:2
  • 40
    Ivan Samuel Fekiac 1:1
  • 33
    Nicolas Kain 1:0