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„Im Frühjahr haben die letzten paar Prozent gefehlt“ – UFC Attergau zieht nach Rang zwei ehrlich Bilanz

UFC Attergau

In der 1. Klasse Süd hat UFC Attergau eine starke Saison mit 60 Punkten und Rang zwei abgeschlossen. Nur Meister SV St. Wolfgang lag am Ende zwei Zähler davor. Trainer Andreas Staudinger zieht deshalb eine Bilanz, in der Zufriedenheit und kleiner Ärger nah beieinanderliegen. Der Punkteschnitt passte, die Entwicklung der jungen Mannschaft ebenso. Trotzdem ist für ihn klar, dass im Frühjahr spielerisch ein bisschen gefehlt hat, um ganz vorne zu landen.

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

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Konstant gepunktet, aber nicht ganz am Maximum

Dass Attergau am Ende auf 60 Punkte kam, ist für Staudinger kein kleiner Nebenaspekt, sondern ein starkes Argument für die Arbeit seiner Mannschaft. „Wir haben im Frühjahr genauso viele Punkte geholt wie im Herbst, nämlich 30“, sagt der Trainer und verweist damit auf die Konstanz über beide Saisonhälften hinweg. Gerade in einer Liga, in der sich das Feld hinter der Spitze früh auseinandergezogen hat, ist diese Ausbeute ein klares Zeichen. Gleichzeitig will Staudinger den zweiten Platz nicht einfach nur mit Zahlen erklären. Für ihn zählt auch, wie diese junge Mannschaft über Monate hinweg mitgezogen hat und sich in vielen Spielen behaupten konnte. Deshalb fällt sein Gesamturteil auch klar positiv aus. „Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden und stolz auf das, was wir erreicht haben“, sagt er, ohne dabei zu verschweigen, dass aus seiner Sicht noch etwas mehr drin gewesen wäre.

Spielerisch fehlte der letzte Schritt nach vorne

Der Punkt, an dem Staudinger ansetzt, liegt deshalb weniger bei der nackten Bilanz als bei der spielerischen Entwicklung. „Gegenüber dem Frühjahr müssen wir uns spielerisch wieder steigern und dort hinkommen, wo wir schon stellenweise waren“, sagt er. Genau dort verortet er den Unterschied zwischen einer sehr guten und einer überragenden Saison. „Im Frühjahr haben vielleicht die letzten paar Prozent gefehlt, damit wir wirklich den Schritt ganz nach vorne machen.“ Dass am Ende zwei Punkte auf SV St. Wolfgang fehlten, passt zu dieser Einordnung. In den letzten fünf Runden holte UFC Attergau mit dem 2:2 gegen SV Ebensee 1922, dem 3:0 bei SV Roitham, dem 2:1 bei SV Gmunden Juniors und dem 2:2 gegen Frankenmarkt zwar noch einmal acht Punkte. Dazwischen stand aber auch das klare 0:5 gegen SV St. Wolfgang, das im engen Titelrennen natürlich nicht folgenlos blieb.

Viel Lob für die junge Truppe, kaum Bewegung im Kader

Dass Andreas Staudinger die Konkurrenz ausdrücklich anerkennt, ist in seiner Rückschau ebenfalls ein wichtiger Punkt. „Wir sind nicht aufgestiegen, nicht weil wir nicht gut genug waren, sondern weil es mit SV St. Wolfgang eine Mannschaft gegeben hat, die noch einen Tick besser war“, sagt der Trainer. Viel mehr Respekt kann man einem Titelrivalen kaum aussprechen, ohne die eigene Leistung kleinzureden. Genau das tut Staudinger auch nicht. Im Gegenteil: Einen einzelnen Spieler wollte er bewusst nicht herausheben. „Wir haben sehr viele Spieler eingesetzt, wir haben eine extrem junge Truppe, und es war eine Megasaison von der ganzen Mannschaft.“ Diese Entwicklung soll nun möglichst ohne großen Umbruch weitergehen.

Kontinuität als Basis für den nächsten Anlauf

Auch personell spricht derzeit vieles dafür, dass UFC Attergau auf Stabilität setzt. Abgänge gibt es laut Staudinger aktuell keine. Dazu kommen mit Simon Eggl von UVB Vöcklamarkt als Offensivspieler und Patrick Windhager als Verteidiger zwei Neuzugänge, die den Kader verbreitern sollen. Änderungen im Trainerstab oder sonstige größere Themen im Vereinsumfeld stehen ebenfalls nicht im Vordergrund. Damit ist die Richtung für die kommende Saison klar. Die Basis aus einer starken Runde mit 60 Punkten steht, die junge Mannschaft hat sich bewährt, und Staudinger weiß genau, wo er ansetzen will. Wenn Attergau spielerisch wieder an jene Phasen aus dem Herbst anknüpft, die der Trainer angesprochen hat, dürfte der nächste Anlauf ganz vorne wieder ein ernsthafter werden.