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„Auf den Zusammenhalt kann man aufbauen“ – Union Gampern zieht Lehren aus einer schwierigen Saison

Union Gampern

Bei Union Gampern ist nach Rang zwölf in der 1. Klasse Süd klar, wo im Sommer angesetzt werden muss. Trainer Marcel Rohrstorfer zieht nach dem gesicherten Klassenerhalt eine ehrliche Bilanz: zu wenig Tore, Verbesserungsbedarf in Offensive und Defensive, aber auch ein Team, das im Abstiegskampf zusammengeblieben ist. Dazu kommen mit Valentin Kienast der erste Neuzugang, zwei Verletzte und eine kleine Änderung im Betreuerstab.

Ball in Neonfarben auf Rasen vor Tornetz

Foto von Ben Hershey auf Unsplash

Rohrstorfer nennt die Baustellen klar

Rohrstorfer macht bei seiner Analyse keinen Bogen um die Punkte, die aus seiner Sicht verbessert werden müssen. "Verbesserungspotenzial gibt es generell in der Offensive und Defensive. Wir haben einfach zu wenig Tore geschossen", sagt der Trainer. Damit bringt er die Hauptprobleme der vergangenen Monate direkt auf den Punkt. Union Gampern beendete die Saison mit 25 Punkten auf Platz zwölf, und genau dieser Tabellenrang zeigt, dass es in vielen Partien nicht gereicht hat, um sich früher aus dem unteren Bereich zu lösen. Für Rohrstorfer ist aber genauso wichtig, dass trotz aller Schwierigkeiten etwas geblieben ist, worauf sich aufbauen lässt. "Positiv ist sicher die Mannschaftsleistung, der Teamgeist", betont er. Gerade bei einer Saison, in der nicht alles rundlief, ist das für ihn mehr als nur ein kleiner Lichtblick.

Der Klassenerhalt stand über allem

Wie eng bei Union Gampern in dieser Saison gute Ansätze und klare Probleme nebeneinanderstanden, zeigte vor allem die Schlussphase. In den letzten fünf Partien gab es Niederlagen gegen ATSV Lenzing mit 0:4, gegen SV Scharnstein mit 1:3, gegen Union Oberwang mit 1:6 und gegen SV Bad Goisern mit 1:4. Dazwischen stand aber auch der 2:1-Erfolg gegen ATSV Rüstorf. Rohrstorfer schaut bei dieser Bilanz weniger auf einzelne Ergebnisse als auf die Gesamtleistung im Abstiegskampf. "Beeindruckt hat mich, wie die Mannschaft gegen den Abstieg gekämpft und sich vorzeitig in der vorletzten Runde den Klassenerhalt gesichert hat", sagt er. Dass Union Gampern am Ende über dem Strich blieb, führt der Trainer vor allem auf den inneren Zusammenhalt zurück. "Auf den Zusammenhalt im Verein und in der Mannschaft kann man aufbauen", hält Rohrstorfer fest und macht damit auch klar, was für ihn das stärkste Argument für einen positiven Blick nach vorne ist.

Wenig Bewegung im Kader, erster Zugang ist da

Auch bei den Personalien geht Union Gampern mit einem eher ruhigen Sommer in die neue Saison. "Wir haben keine Abgänge", stellt Rohrstorfer klar. Ein größerer Umbruch ist also nicht geplant, stattdessen setzt der Verein auf Kontinuität und punktuelle Verstärkung in der Offensive. Mit Valentin Kienast steht bereits ein Neuzugang fest. Er kommt vom Askö Ampflwang und soll den Offensivbereich flexibler machen. Rohrstorfer beschreibt das Profil des Neuen so: "Mit Valentin Kienast ist bisher ein Neuzugang fix. Er ist im Offensivbereich variabel einsetzbar, auf der Achter- oder Zehnerposition." Gerade weil der Trainer die fehlende Durchschlagskraft nach vorne offen angesprochen hat, bekommt dieser Transfer zusätzliches Gewicht. "Wir halten auch noch zusätzlich nach einem Stürmer Ausschau.", so der Trainer. Abseits des Kaders bleibt im Umfeld fast alles unverändert. Nur "auf der Torwarttrainerposition wird es eventuell noch Veränderungen geben", ansonsten gibt es laut Rohrstorfer keine größeren Neuerungen im Betreuerstab oder auf Funktionärsebene.

Verletzte, junge Spieler und der nächste Schritt

Ein weiteres Thema, das Union Gampern in die Vorbereitung mitnimmt, ist die personelle Situation bei den verletzten Spielern. Ein Akteur arbeitet seit Februar nach einem Kreuzbandriss am Comeback, und Rohrstorfer spricht hier von einem "sehr positiven Heilungsverlauf". Dazu kommt Alexander Preisinger, der erst vor zwei Wochen am Meniskus operiert wurde. Auch diese Ausfälle gehören zum Gesamtbild einer Saison, in der der Verein immer wieder Lösungen finden musste. Gleichzeitig richtet der Trainer den Blick schon auf jene Spieler, die nachrücken wollen. "Ein paar Junge, die speziell von der U17 und 1b raufkommen wollen in die Kampfmannschaft haben im Frühjahr bereits teilweise ihre Leistungen gebracht, brauchen allerdings noch Zeit", sagt Rohrstorfer. Einen einzelnen Spieler stellt er dabei bewusst nicht heraus. "Grundsätzlich war das eine geschlossene Teamleistung", meint der Trainer. Genau mit diesem Gedanken geht Union Gampern nun auch in die nächste Saison: Die Basis stimmt aus seiner Sicht, aber in beiden Strafräumen muss mehr kommen, wenn der Verein künftig früher Ruhe haben will.