Spielberichte

„Verbesserungsbedarf gibt es bei der Chancenverwertung“ – SV Kieninger-Bau Bad Goisern zieht Bilanz

SV Bad Goisern

In der 1. Klasse Süd hat SV Kieninger-Bau Bad Goisern die Saison mit 34 Punkten auf Rang neun abgeschlossen. Für Trainer Gerald Zwitter fällt der Rückblick trotzdem nicht nur nach Tabellenplatz aus. Er sieht eine Mannschaft, die sich über weite Strecken gut präsentiert hat, in den Ergebnissen aber zu wenig aus ihren Leistungen gemacht hat. Vor allem die Chancenverwertung nennt er als Punkt, an dem im Sommer gearbeitet werden soll.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Mehr drin gewesen als Platz neun

Dass Gerald Zwitter die Saison nicht allein am Tabellenbild misst, macht er im Gespräch schnell deutlich. „Positiv war auf jeden Fall der Zusammenhalt im gesamten Verein und auch im Team“, sagt der Trainer von SV Kieninger-Bau Bad Goisern. Gerade dieser Punkt ist für ihn die Grundlage, auf der weiter aufgebaut werden kann. Gleichzeitig spart er die Schwachstellen aber nicht aus. „Verbesserungswürdig sind auf jeden Fall die Ergebnisse“, sagt Zwitter offen und verbindet das mit einer klaren sportlichen Einordnung. Aus seiner Sicht passte die Leistung über viele Wochen besser, als es die Platzierung am Ende vermuten lässt. „Leistungstechnisch waren wir über die gesamte Saison gesehen nur einem Gegner unterlegen, und das war gegen Attergau. Der Rest war von der Leistung her sehr gut.“ Dass SV Kieninger-Bau Bad Goisern zum Abschluss noch einmal angeschrieben hat, stützt diese Sicht zumindest ein Stück weit. Auf das 0:2 gegen Meister SV St. Wolfgang folgten ein 3:3 gegen die SV Gmunden Juniors sowie deutliche Siege gegen Frankenmarkt, UVB Vöcklamarkt Juniors und Union Gampern. Gerade diese Phase hat gezeigt, dass in der Mannschaft mehr steckt als ein Mittelfeldplatz.

Kontinuität im Umfeld, Bewegung im Kader

Im Sommer setzt SV Kieninger-Bau Bad Goisern nun auf eine Mischung aus Stabilität und gezielten Veränderungen. Im Umfeld bleibt vieles beim Alten, und genau das bewertet Zwitter positiv. „Der Vorstand bleibt gleich. Mich freut auch sehr, dass das Trainerteam gleich bleibt“, sagt er. Für einen Verein auf dieser Ebene ist das keine Nebensache, sondern ein Faktor, der in der Vorbereitung oft viel wert ist. Gleichzeitig muss SV Kieninger-Bau Bad Goisern auch zwei Abgänge auffangen, denn der bisherige Kapitän aus der Innenverteidigung beendet seine Karriere, ebenso Stürmer Dejan Pilipovic. Auf der Zugangsseite kommen mit Justin Eingleitner und David Kozak zwei Rückkehrer, die Zwitter klar einordnet. Eingleitner ist als Stürmer aus Ohlsdorf zurück, Kozak kommt aus Bad Mitterndorf und ist laut Trainer universell einsetzbar. Damit holt sich SV Kieninger-Bau Bad Goisern nicht nur zusätzliche Qualität, sondern auch Spieler zurück, die den Verein und das Umfeld bereits kennen. Gerade in einer ausgeglichenen Liga kann genau das helfen, damit aus ordentlichen Leistungen diesmal auch konstanter Punkte werden.

Youngsters machen Druck, der Blick geht schon nach vorne

Ein weiterer Punkt, den Zwitter hervorhebt, ist die Entwicklung der jungen Spieler. Besonders Xaver Wickl steht dabei für den Weg, den SV Kieninger-Bau Bad Goisern gehen will. Der Trainer sagt, Wickl habe sich „richtig gut entwickelt“ und sei „zum absoluten Stammspieler und mittlerweile auch Führungsspieler geworden“. Auch ein weiterer junger Spieler, Nicolas Kain habe „einen richtig guten Schritt nach vorne gemacht“, dazu sieht Zwitter noch weiteres Potenzial, das nun abgerufen werden soll. Größere Ausfälle gibt es laut Zwitter zwar nicht in großer Zahl, dennoch fällt Marcel Putz nach einem Handbruch und einer Operation vorerst aus. Parallel richtet der Trainer den Blick bereits auf die Konkurrenz. Besonders SV St. Wolfgang und UFC Attergau haben ihn beeindruckt. „Die zwei Spitzenreiter haben sehr guten Fußball gespielt, waren sehr effektiv“, sagt Zwitter. SV St. Wolfgang sei verdient aufgestiegen, UFC Attergau bleibe nach der verlorenen Relegation in der Liga und werde „auf jeden Fall wieder ganz vorne dabei“ sein. Für SV Kieninger-Bau Bad Goisern ist damit auch die Richtung klar: Die Leistungen bestätigen, die Chancen besser nutzen und mit einem stabilen Umfeld in die Vorbereitung starten. Die Vorfreude darauf ist beim Trainer jedenfalls da: „Wir freuen uns schon sehr auf den Trainingsauftakt am Dienstag, dem 7.7.“