In der 2. Klasse 1b hat der SC eMoC Hörsching 1b am Samstagnachmittag gegen die ASKÖ Schwertberg 1b ein 0:0-Remis geholt, das aus Sicht der Gastgeber vor allem mit einer Szene ganz früh erklärt werden kann. Schon in der 8. Minute sah Michael Müller Rot, danach war Hörsching fast die gesamte Partie in Unterzahl gefordert. Sportchef Anton Blees sprach von viel Laufarbeit, großem Zusammenhalt und einem starken Tormann Kevin Schögl.
Viel Zeit zum Einfinden blieb den Gastgebern nicht, weil die Partie nach acht Minuten schon eine klare Richtung bekam. Michael Müller sah die Rote Karte, und damit war für Hörsching früh klar, dass es kein normales Heimspiel mehr werden würde. Blees schilderte genau diesen Moment als den entscheidenden Einschnitt: „Es war ein schwieriges Spiel. Durch die sehr frühe rote Karte hat Schwertberg das Spiel in Wahrheit geführt.“ Was danach folgte, war laut dem sportlichen Leiter ein langer und kräfteraubender Nachmittag gegen den Ball. „Wir sind nur dem Ball nachgelaufen und haben versucht mitzuhalten, was uns gut gelungen ist“, sagte er. Dass es zur Pause trotz allem 0:0 stand, zeigte bereits, worauf Hörsching diesen Punkt aufbauen musste.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Grundmuster wenig. Blees machte keinen Hehl daraus, dass die besseren Möglichkeiten fast ausschließlich bei den Gästen lagen. „Ausschlaggebend war natürlich die frühe rote Karte. Chancen waren dann quasi nur von Schwertberg vorhanden“, sagte er und beschrieb damit eine Partie, in der Hörsching über weite Strecken mit Verteidigen beschäftigt war. Dass am Ende dennoch die Null stand, führte er vor allem auf seinen Tormann zurück. „Kevin Schögl war sehr gut heute und hat alles andere vereitelt“, sagte Blees. Den Auftritt von Schwertberg ordnete er dabei nüchtern ein. Die Gäste seien „spielerisch okay nach vorne“ gewesen, hätten ihre Chancen aber nicht genutzt, weil Hörsching vieles wegverteidigte und in Unterzahl konsequent dagegenhielt.
Dass Hörsching offensiv kaum Akzente setzen konnte, passte zu diesem Spielverlauf. „Wir selber hatten nur eine einzige Chance in der zweiten Halbzeit, daher das 0:0“, sagte Blees und lieferte damit auch die Erklärung, warum für seine Mannschaft am Samstag nicht mehr drinnen war. „Schlichtweg dieser eine Mann. Die Unterzahl hat es nicht möglich gemacht, Akzente zu setzen.“ Diskussionen um die Schlüsselszene wollte er dabei gar nicht erst aufmachen. „Wenn er das Foul gibt, muss er die rote Karte geben. Somit auch da kein Problem mit der Entscheidung.“ Umso mehr stellte er die Haltung seiner Mannschaft heraus: „Jeder hat für den anderen gearbeitet, wir haben uns nicht aufgegeben und bis zum Ende gekämpft.“ Dass Blees Schwertberg „natürlich näher am Sieg“ sah, änderte nichts daran, dass Hörsching aus dieser langen Unterzahl zumindest einen hart erarbeiteten Punkt mitnahm.