Nach dem Abstieg in die 2. Klasse Mitte-West hat sich die SPG RW Lambach/FC Gartner Edt im Herbst insgesamt stabil präsentiert. Mit 23 Punkten und Tabellenrang sechs liegt das Team von Trainer Sandor Maroti im Mittelfeld, der Abstand nach oben ist überschaubar. Für den sportlichen Leiter, Nikolaus Zopf, fällt die Zwischenbilanz dementsprechend differenziert aus: zufriedenstellend, aber mit klar erkennbaren Entwicklungsmöglichkeiten.
Zopf ordnet die Herbstsaison bewusst nüchtern ein. Nach dem Abstieg sei klar gewesen, dass sich die Mannschaft zunächst wieder finden müsse, gleichzeitig habe man sich intern weiterhin im vorderen Tabellendrittel gesehen. „Dieses Ziel bleibt auch weiter aufrecht. Der bisherige Verlauf zeigt, dass wir konkurrenzfähig sind, auch wenn einzelne Spiele nicht optimal gelaufen sind. In Summe spricht der Tabellenplatz für eine solide Herbstsaison, ohne dass man sich darauf ausruhen darf – gerade in dieser Liga kann es mit wenigen guten oder schlechten Ergebnissen rasch nach oben oder unten gehen“, so Zopf.
Ein Blick auf die Zahlen bestätigt diese Einschätzung. Offensiv gehört die Spielgemeinschaft mit 35 Toren zu den besseren Teams der Liga, allen voran Domagoj Ivic, der mit zehn Treffern als treffsicherster Akteur hervorsticht. Gleichzeitig offenbarte die Defensive Schwächen. Laut Zopf sei das teils der offensiv ausgerichteten Spielweise geschuldet, teils aber auch einfachen Fehlern im Spielaufbau oder im Stellungsspiel. „Gerade diese billigen Gegentore haben den einen oder anderen Punkt gekostet.“ Wichtig ist dem sportlichen Leiter dabei der Hinweis, dass Torhüter Jürgen Hager da auszunehmen sei. „Im Gegenteil – er hat einmal mehr einen sehr starken Herbst gespielt und die Mannschaft mehrfach im Spiel gehalten“, so Nikolaus Zopf.
An der Zielsetzung für das Frühjahr hält der Verein fest. Die SPG möchte weiterhin im vorderen Drittel der Tabelle mitmischen und sieht dafür auch das nötige Potenzial im Kader. „Der Trainer ist mit der Mannschaft grundsätzlich zufrieden und erkennt noch Entwicklungsspielraum, weshalb es im Winter keine großen Umbrüche gibt“. Mit Frank Meier aus Deutschland gibt es einen Zugang. Abgesehen davon laufen zwar Gespräche, gravierende Veränderungen sind aber nicht geplant.
Die Mannschaft steigt heute in den Trainingsbetrieb ein. Auch ein Trainingslager ist geplant, Details dazu stehen jedoch noch nicht final fest. Die Stimmung innerhalb des Teams beschreibt Zopf trotz des Abstiegs als gut und konstruktiv ein – eine wichtige Voraussetzung, um im Frühjahr die nächsten Schritte zu setzen und die Balance zwischen Offensive und Defensive weiter zu verbessern.