Ein spätes Aufatmen bei BW Stadl-Paura nach einem zähen Duell mit dem ASV Raika Niederthalheim: In der 16. Runde der 2. Klasse Mitte-West zeigte sich Trainer Bela Koplarovics ungewohnt selbstkritisch. „Wir haben nicht gut gespielt und zu oft auf hohe Bälle gesetzt – das war schlecht von uns. Ich war mit unserer Leistung unzufrieden. Gott sei Dank haben wir kurz vor Schluss noch getroffen und so das Unentschieden geholt“, sagte der Coach. Die Stimmung: Erleichterung über den Punkt – verbunden mit klaren Ansagen für Team und Trainingsalltag.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Begegnung entwickelte sich über weite Strecken zu einem schweren Stück Arbeit. Zur Pause stand es 0:0. Nach dem Seitenwechsel geriet Stadl-Paura in der 59. Minute in Rückstand, als Jonathan Tropper für Niederthalheim das 0:1 erzielte. Aus Sicht des Trainers lag das Chancenplus bis dahin beim Gegner; erst nach dem Gegentreffer öffneten sich Räume für die Hausherren. „Wir hatten nicht viele Torchancen. Nach dem 0:1 waren es zwei, drei Möglichkeiten, die eigentlich reinmüssen – leider haben wir sie nicht genutzt und am Ende mit etwas Glück das Unentschieden geholt“, erklärte Koplarovics. Den umjubelten Ausgleich besorgte Samuel Maier in der 89. Minute zum 1:1.
In der Bewertung der Spielkontrolle blieb Koplarovics konsequent selbstkritisch. „Ich glaube, Niederthalheim hat ein bisschen besser gespielt“, räumte er ein. Seine Schlussfolgerung fiel deutlich aus: „Wir müssen das ausbessern, denn mit so einem Spiel halten wir unsere Position in der Tabelle nicht.“ Auf dem Platz hieß das an diesem Tag: viele lange Zuspiele, wenige saubere Passfolgen und zu selten konsequente Anschlussaktionen im letzten Drittel – genau jene Details, die in engen Partien den Unterschied machen. Die Reaktion nach dem 0:1 war zwar da, doch weil der finale Pass und die Ruhe im Abschluss fehlten, dauerte es bis in die Schlussminuten, ehe der Ausgleich gelang. Für den Coach ist die Botschaft klar: Ohne mehr Struktur im eigenen Aufbau bleibt die Kontrolle zu oft beim Gegner.
Personelle Lobeshymnen oder Schuldzuweisungen vermied der Trainer bewusst: „Ich möchte keine Spieler herausheben.“ Stattdessen legte er die Messlatte für die kommenden Einheiten hoch. „Im Zweikampf war es okay, aber spielerisch waren wir nicht stark genug“, bilanzierte er. Und als Gesamtfazit für die Arbeit unter der Woche hielt er fest: „Wir müssen alles besser machen, momentan läuft nicht viel so, wie wir wollen.“