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ATSV Kohlgrube/Wolfsegg – Michael Kinberger: „Turbo-Start, Deckel drauf“ beim 4:1 gegen Union GT Weibern

ATSV Kohlgrube/Wolfsegg
Union Weibern

Für Trainer Michael Kinberger fühlte sich das Duell der 16. Runde in der 2. Klasse Mitte-West zwischen ATSV Kohlgrube/Wolfsegg und Union GT Weibern wie eine Befreiung an: ein wacher Beginn, danach ein offenes Spiel mit Kontergefahr, am Ende spürbare Erleichterung. Kinberger sprach von klarer Kontrolle mit kurzen Phasen des Leerlaufs, hob die mannschaftliche Geschlossenheit hervor und erklärte, warum der spätere Treffer zum 4:1 den Deckel auf eine intensive Partie setzte.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

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Wacher Start, eiskalte Chancenverwertung

„Wir haben einen perfekten Start erwischt. Die ersten 15 Minuten waren sehr gut, von den ersten vier, fünf Chancen haben wir drei genutzt – ein super Start.“ Früh legte seine Mannschaft den Grundstein: Fabian Kneidinger traf in der 3. Minute zum 1:0, Daniel Purrer erhöhte in der 9. Minute auf 2:0, ehe Marcel Ebner in der 11. Minute das 3:0 nachlegte. Kinberger ordnete den Auftakt als bewusste Reaktion auf zuletzt verschlafene Anfänge ein: „Es war das erste Spiel, in dem wir die Anfangsphase nicht verschlafen haben. Wir waren von Beginn an wach und haben das Spiel früh für uns entschieden.“

Zwischen Kontrolle und Kontergefahr

Nach dem furiosen Beginn verlor seine Elf phasenweise den Zugriff. „Danach haben wir ein bisschen den Faden verloren, Weibern ist ins Spiel gekommen und bei uns hat die Konzentration nachgelassen.“ Union GT Weibern meldete sich durch Michael Roitinger, der in der 26. Minute auf 3:1 stellte; mit 3:1 ging es auch in die Pause. Trotz der gegnerischen Lebenszeichen sah Kinberger Vorteile auf seiner Seite: „In Summe hatten wir mehr Chancen.“ Gleichwohl blieb die Partie unter Spannung, weil der vierte Treffer zunächst ausblieb. In der Analyse betonte der Trainer den Mix aus eigener Kontrolle und gegnerischer Umschaltgefahr: „Wir hatten mehr Kontrolle, aber Weibern blieb über Konter gefährlich und hat danach sehr risikoreich gespielt. Hätten sie das 3:2 gemacht, wäre es noch einmal richtig offen geworden.“ Umso wichtiger, dass seine Mannschaft die heiklen Phasen mit Ruhe und Disziplin überstand.

Deckel drauf und der Blick nach vorn

Erst in der Schlussphase fiel die endgültige Entscheidung: Deniz Odabas sorgte in der 72. Minute für das 4:1 und nahm damit die Restspannung aus dem Spiel. Danach konnte Kinberger zufrieden bilanzieren, seine Mannschaft habe den Plan stringent verfolgt: „Wir haben taktisch sehr gut gespielt und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“ Individuelle Sonderlobs vermied der Coach bewusst, stellte aber eine klare Tendenz heraus: „Am ehesten die Defensive, weil wir dieses Mal wirklich fast nichts zugelassen haben.“ Die Charakteristik des Duells fasste er als aufreibend und laufintensiv zusammen – ein Spiel zweier junger Teams. Für die kommenden Wochen gibt ihm der Auftritt Rückenwind: „Jetzt haben wir sechs Punkte aus den ersten drei Partien geholt.“ Das Ziel formuliert er ohne Umschweife, auch mit Blick auf die aktuelle Platzierung: „Rang zehn ist nicht unser Anspruch.“ 

2. Klasse Mitte-West: ATSV Kohlgrube : Weibern - 4:1 (3:1)

  • 72
    Daniel Kastner 4:1
  • 26
    Michael Roitinger 3:1
  • 11
    Marcel Ebner 3:0
  • 9
    Daniel Purrer 2:0
  • 3
    Fabian Kneidinger 1:0